Gesundheitsamt empfiehlt Grippeschutzimpfung

01.10.2014

Das Gesundheitsamt Mittelsachsen empfiehlt den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises wie jedes Jahr im Herbst die Impfung gegen die echte Grippe (Influenza). Nach der Impfung ist der Impfschutz in zehn bis vierzehn Tagen aufgebaut und hält in der Regel die gesamte Grippesaison an.

Die für den Freistaat zuständige Sächsische Impfkommission (SIKO) befürwortet eine jährliche Grippeschutzimpfung für alle Altersgruppen ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat. Eine besondere Dringlichkeit zur Impfung besteht laut SIKO bei medizinischem Personal, Schwangeren, Personen über 60 Jahre sowie chronisch Kranken. Auch Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Berufstätige mit hohem Publikumsverkehr, Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten sowie Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln sollten sich impfen lassen.

Die Influenza ist von Erkältungen und „grippalen Infekten“ bezüglich der Erreger und der Symptome zu unterscheiden. Typisch für eine echte Grippe ist das plötzlich einsetzende Krankheitsgefühl mit Fieber, Halsschmerzen und trockenem Husten. Diese Krankheitszeichen werden von Muskel-, Glieder-, Kopf  oder Rückenschmerzen begleitet. Verläuft die Erkrankung unkompliziert, halten die Beschwerden fünf bis sieben Tage an. Häufigste Komplikationen sind Lungen- und Mittelohrentzündungen. Antibiotika werden nur verabreicht, wenn bakteriell verursachte Komplikationen auftreten beziehungsweise vermieden werden sollen. Über deren Einsatz entscheidet der behandelnde Arzt. Bei alleinigem Vorkommen von Viren sind Antibiotika wirkungslos.  

In Deutschland kommt es überwiegend in den Wintermonaten nach dem Jahreswechsel zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung und Schwere. Dies hängt unter anderem mit der Veränderung der Viren zusammen, weshalb in jeder Grippesaison ein anderer Virus vorherrschend ist. Diese Virenveränderung wird bei der Herstellung des Impfstoffes berücksichtigt.  

Die beste Schutzwirkung vor Influenza ist die Impfung, die bereits in den Monaten Oktober bis November erfolgen sollte. Nach der Impfung ist der Impfschutz in zehn bis vierzehn Tagen aufgebaut und hält in der Regel die gesamte Grippesaison an. Da sogenannte Totimpfstoffe verabreicht werden, ist eine Impfung unbedenklich und eine Grippeerkrankung kann damit nicht hervorgerufen werden. Leichte Impfreaktionen wie eine vorübergehende Rötung, Schwellung und leichte Schmerzen der Einstichstelle sowie leichte Erkältungsanzeichen können auftreten. Kindern kann der Impfstoff auch in Form eines Nasensprays verabreicht werden. Bei Personen mit akuten Entzündungen und fieberhaften Erkrankungen sollte die Impfung erst nach dem Abklingen der akuten Krankheitserscheinungen erfolgen. Bei bestehender Überempfindlichkeit gegen Hühnereiweiß ist der impfende Arzt zu informieren. Die Grippeschutzimpfung sollte bevorzugt durch die Hausärzte erfolgen.

Prinzipiell sollte die Hygiene eingehalten werden, um sich vor der Influenza und Erkältungskrankheiten zu schützen. Die Hände sind, vor allem nach dem Kontakt mit Erkrankten oder Gegenständen die Erkrankte berührt haben, gründlich mit Wasser und Seife zu waschen und mit einem sauberen Tuch abzutrocknen. Im privaten Umfeld wird der regelmäßige Wechsel von Handtüchern empfohlen. Die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase sollten so wenig wie möglich mit den Händen berührt werden. In der Grippesaison sollte das Händeschütteln vermieden, Abstand zu niesenden und hustenden Personen gesucht und Wohn- und Arbeitsräume regelmäßig durchgelüftet werden.

Alle Impfempfehlungen des Freistaates Sachsen unterwww.gesunde.sachsen.de/download/lua/LUA_HM_Impfkalender.pdf