Gesundheitsamt: Welt-Alzheimertag am 21. September

20.09.2016

Die Alterung der Bevölkerung stellt unsere Gesellschaft vor viele Herausforderungen. Eine davon ist die Zunahme von Demenzerkrankungen.

„Jung und Alt bewegt Demenz“

In Deutschland gibt es rund 1,5 Millionen von Demenz Betroffene. Nicht nur für die Betroffenen selbst stellt die Erkrankung eine zunehmende Einschränkung des gewohnten Alltagslebens dar, sondern auch für die Angehörigen.

Die bekannteste und verbreitetste Form der Demenzerkrankungen ist die Alzheimer-Krankheit. Um auf die Situation der Alzheimer-Kranken und deren Familien aufmerksam zu machen, wird seit 1994 jährlich am 21. September der Welt-Alzheimertag begangen. Das diesjährige Motto „Jung und Alt bewegt Demenz“ verdeutlicht die gesellschaftliche Brisanz des Themas und zeigt, dass es sich im Hinblick auf die Betreuung auf mehrere Generationen auswirkt.

Selbsthilfegruppen kommt auch bei diesen Krankheitsbildern eine wichtige Beratungsfunktion zu. Im Landkreis Mittelsachsen steht Betroffenen und Angehörigen die „Freiberger Selbsthilfegruppe Demenz“ zur Seite. Die Kontaktaufnahme zur Gruppe ist über die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) Mittelsachsen möglich.

Kontakt
KISS Mittelsachsen
Tel. 03727 659-100 
Fax 03727 659-003
E-Mail selbsthilfe@kiss-mittelsachsen.de 
Homepage www.kiss-mittelsachsen.de

 

Was ist Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit ist eine hirnorganische Krankheit, die durch einen  langsam fortschreitenden Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten aufgrund von  Eiweißablagerungen im Gehirn gekennzeichnet ist. In den meisten Fällen sind die Betroffenen über 60 Jahre. Die Alzheimer-Krankheit ist mit 60-70% der Fälle die am häufigsten auftretende Form der Demenz.

Symptome sind Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Sprachstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens und Veränderungen der Persönlichkeit. Diese Störungen sind bei den Betroffenen unterschiedlich stark ausgeprägt und nehmen im Verlauf der Erkrankung zu. Für die Betroffenen wird es immer schwieriger den Alltag zu bewältigen, wodurch sie im fortgeschrittenen Stadium auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Derzeit ist eine Heilung nicht möglich, jedoch können medizinische Behandlungen, Beratung, soziale Betreuung und fachkundige Pflege das Leben und den Umgang damit erleichtern.