Grasmahd entlang der mittelsächsischen Bundes-, Staats- und Kreisstraßen

09.07.2019

Zweimal jährlich führen die Beschäftigten der Straßenmeistereien des Landkreises Mittelsachsen die Grasmahd entlang der Bundes-, Staats- und Kreisstraßen in ihrem Zuständigkeitsbereich durch.

„Die Frühjahrsmahd beginnt in der Regel Anfang, Mitte Mai – das ist jedoch abhängig von der Witterung und umfasst in der Regel nur zwei Schnittbreiten“, erläutert Christoph Richter, Leiter der Straßenmeisterei Hainichen. Der zweite Mahdumlauf schließt sich unmittelbar an den ersten an und dauert bis etwa Mitte, Ende Oktober. „Alle Meistereien erarbeiten einen Plan, wann sie die sogenannte intensive Mähfläche – diese umfasst die Straßenränder bis zum Ende der Straßenmulde – mähen. Das Gras wächst zwar überall zur selben Zeit, wir können aber nicht überall zur selben Zeit sein“, wirbt Richter um Verständnis.

Im intensiven Mähbereich wird alles entfernt, was sich behindernd, bezüglich der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, auf diesen auswirkt. „Im Gegensatz zur extensiven Fläche, bei der Rücksicht auf Blühstreifen und Ähnliches genommen werden kann“, erläutert der Straßenmeister. Bevor die Unimogs mit aufgesetzten Schlegelmähwerken oder der Freischneider zum Einsatz kommen, erfolgt eine Sichtkontrolle des zu mähenden Straßenbereichs. „Denn nicht selten liegt an den Straßenrändern Unrat, den wir zuvor beseitigen müssen, um die Technik nicht zu beschädigen“, so Christoph Richter. Damit die Leitpfosten nicht beschädigt werden, verfügt das Frontmähwerk über einen speziellen Taster, der das Hindernis erkennt und überwindet.

Zur Absicherung der Beschäftigten gelten die Technischen Regeln für Arbeitsstätten, die unterscheidet zwischen innerorts, außerorts und auf Autobahnen durchzuführenden Arbeiten. „An einigen Stellen gibt es deshalb eine Besonderheit zu beachten, beispielsweise bei Arbeiten auf der Bundesstraße 173. Diese gilt als autobahnähnliche Bundesstraße. Deswegen ist ein zusätzliches Sicherungsfahrzeug erforderlich. Das heißt, hinter dem Unimog fährt im Abstand von 50 Metern ein Zehntonner mit angehängtem Warnleitwagen, um die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren und den Mähzug abzusichern“, erläutert Richter abschließend.