Grundstein für integrierte Sozialplanung gelegt

16.02.2016

In Folge des demografischen Wandels ändert sich die Inanspruchnahme der sozialen Infrastruktur im Landkreis - sie wird steigen. Um hier frühzeitig zu reagieren, plant der Landkreis eine integrierte Sozialplanung aufzubauen.

„Sie beleuchtet alle Aspekte des Lebens - nicht nur Pflege und Gesundheit, sondern auch Schulen und Verkehr", erklärt der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. Hierzu arbeitet der Landkreis mit der Fakultät Soziales der Hochschule Mittweida zusammen, die Ende Januar Ergebnisse präsentierte.Im Rahmen des Praxisforschungsprojektes „Entwicklung einer Sozialberichterstattung für den Landkreis Mittelsachsen" bauten Masterstudierende in Kooperation mit dem Landratsamt ein kleinräumiges Sozialmonitoring auf - das heißt es wurden Zahlenmaterialien analysiert sowie Statistiken vereinheitlicht und so aufbereitet, dass durch eine regelmäßige Aktualisierung der Landkreis, die Kommunen und freien Träger gemeinsam schnell reagieren und handeln können.

Konkret umfasste das Projekt eine Bestandsanalyse der Pflegeinfrastruktur, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Familien und Haushaltsstrukturen sowie Jugendliche in besonderen Lebenslagen. Des Weiteren wurde die regionale Differenzierung psychischer Erkrankungen und deren Auswirkungen auf die gemeindepsychiatrische Versorgung und die Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit untersucht. Im Rahmen einer Präsentation wurden Handlungsempfehlungen aufgezeigt, die für die Weiterentwicklung der Sozialberichterstattung und für offen gebliebene Fragen maßgeblich sind.

Höllmüller bedankte sich bei den Beteiligten: „Bis zur abschließenden integrierten Sozialplanung ist es noch ein längerer Weg, aber die wichtige wissenschaftliche Grundlage ist gelegt und wir werden alle davon profitieren." Er freue sich, dass die Kooperation mit der Fakultät in kurzer Zeit so mit Leben gefüllt wird und hofft auf weitere erfolgreiche Projekte.

Foto: Rico Ulbricht, Hochschule Mittweida