Hitzetipps des Gesundheitsamtes

24.08.2016

Der Deutsche Wetterdienst sagt für Ende dieser Woche Temperaturen von über 30 Grad vorher und hat daher eine Hitzewarnung veröffentlicht.

Lang andauernde Hitze im Sommer kann erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Jeder Einzelne hat die Möglichkeit, durch sein Verhalten diese für sich so gering wie möglich zu halten:

Besonders betroffen von Hitzebelastungen sind Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und chronisch Kranke. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Regelung der Körpertemperatur über das Schwitzen aufgrund der geringeren Hautoberfläche nicht in dem Maß möglich wie bei größeren Menschen. Bei älteren Menschen funktioniert die Wärmeregelung nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. Chronisch Kranke sind bereits zusätzlich belastet.

Die Tipps noch einmal im Einzelnen:

  • Ausreichend trinken. Je wärmer es wird, desto größer ist der Wasserverlust. Normalerweise gibt der Körper täglich 400 bis 600 Milliliter über die Haut ab, bei hohen Temperaturen sind es auch ohne schweißtreibende Aktivitäten mehrere Liter. Kommen während einer Hitzeperiode Fieber, Durchfall oder Erbrechen hinzu, besteht die Gefahr, dass der Körper austrocknet. Darum im Sommer die wichtigste Regel: ausreichend trinken. Wasser, Schorlen oder ungesüßte Tees gleichen den Wasserverlust aus. Auch Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil helfen, ein Defizit zu vermeiden. Vor allem Ältere vergessen jedoch oft das ausreichende Trinken, auch ihr Durstempfinden funktioniert nicht immer reibungslos. Austrocknung beeinträchtigt in jedem Fall den Kreislauf, die Nieren und kann zu einem Zusammenbruch führen. Deshalb: Trinken, bevor der Durst kommt – der ist immer schon ein Alarmsignal des Körpers.

  • Wie erkennt man einen Flüssigkeitsmangel? Neben Schlappheit zeigen sich unter anderem Symptome wie eine steigende Körpertemperatur oder Furchen auf der Zunge. Ein Test: Wenn man die Haut auf dem Handrücken zusammen kneift und sie, statt sich sofort zurückzuziehen, stehen bleibt, könnte ein Wassermangel die Ursache sein. Wichtig bei der Behebung: Bei jüngeren Leuten gleichen sich Flüssigkeitsdefizite relativ schnell aus, bei älteren Menschen kann das mehrere Tage dauern. Bei zu schnellem Ersatz besteht bei ihnen die Gefahr der Überwässerung, die wiederum lebensbedrohlich werden kann. Deshalb

  • rechtzeitig auf ausreichendes Trinken achten – und in Zweifelsfällen unbedingt den Arzt fragen.

Weitere Tipps, um die Hitze gut zu überstehen:

  • Fettarm essen, um den Körper nicht zu belasten.

  • Bei der Zubereitung darauf achten, wie hitzeempfindlich die Lebensmittel sind. Hygiene ist bei hohen Temperaturen noch wichtiger, die Kühlkette darf nicht unterbrochen worden.

  • Zimmer möglichst kühl halten, regelmäßig lüften. Abdunkeln hilft.

  • Angemessene Kleidung tragen, am besten luftig geschnitten und aus angenehmen Materialien wie Leinen.

  • Große körperliche Anstrengungen vermeiden. Sport lieber in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen und es auch dabei langsam angehen lassen.

  • Daran denken, wie schnell sich Autos aufheizen: Kinder  darum nicht allein im Fahrzeug lassen, während man rasch zum Einkaufen geht.

  • An ausreichenden Sonnenschutz denken, lieber langsam im Schatten bräunen als irreparable Hautschäden zu riskieren.

  • Die Haustiere nicht vergessen. Auch sie leiden unter der Hitze. Hunde auf keinen Fall im Auto lassen.

Foto: Andrea Funke