Information zum Geflügelpestvirus – Stand 28. November

28.11.2016

14 bisher durch das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt eingesandte Proben waren negativ auf das Geflügelpestvirus getestet worden, drei weitere werden heute an die Landesuntersuchungsanstalt übergeben.

Bei den 14 bisher untersuchten Tieren handelte es sich um Wildvögel, aber auch Tauben und Hühner, die dem Landratsamt gemeldet oder gebracht wurden. Wichtig ist es,  tote Tiere nicht direkt zu berühren und sich beispielsweise mit Handschuhen zu schützen. Seit Mitte November gibt es in Sachsen eine Stallpflicht für Geflügel und andere in Gefangenschaft gehaltene Vögel – alternativ können sie auch in Volieren untergebracht werden, die aber über eine nach oben dichte Abdeckung verfügen müssen. Außerdem gilt in Mittelsachsen auch ein Verbot von Ausstellungen und Schauen mit Vögeln. Unterdessen führt das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt stichpunktartig oder auf Grund von Anzeigen Kontrollen bei den über 7 000 registrierten Geflügelhaltern durch. Bußgelder wurden noch nicht verhängt, aber sie sind ein Mittel, wenn die Stallpflicht oder die Untersagung von Ausstellungen nicht beachtet wird. 

Der zuständige zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller appelliert, die Aufforderung nicht zu verharmlosen. „Die Einschleppung in einen Bestand hat weitreichende Folgen bis zum Töten der Tiere“, so Höllmüller. In diesen Fällen tritt das Tierseuchenkrisenzentrum zusammen ähnlich dem Stab im Katastrophenfall um die weiteren Maßnahmen, wie die Sperrkreisbildung festzulegen. Es gelten dann strikte Regeln. Das sind unter anderem ein Leinenzwang für Hunde, ein Jagdverbot auf Federwild oder ein Ausführungsverbot aus dem Sperrbereich von frischem Geflügelfleisch. „An den Ortschaften werden Hinweistafeln angebracht, wenn sie in einer Restriktionszone liegen“, so der zweite Beigeordnete weiter.