„Integration als Gemeinschaftsprojekt“– Schnittstellenpapier schafft Übersicht

14.06.2017

Bereits im vergangenen Jahr kamen die Akteure der Integrationsarbeit im Landkreis Mittelsachsen mit dem Ziel einer besseren Kooperation zusammen. Eine enge Zusammenarbeit aller Institutionen aus den Bereichen Bildung, Arbeit und Soziales ist notwendig, um die Integrationsarbeit optimal aufeinander abzustimmen.

Die Stabsstelle Ausländer- und Asylangelegenheiten initiierte deshalb gemeinsam mit dem IQ Netzwerk Sachsen einen Regionalworkshop für einen regen Austausch über Aufgaben der öffentlichen Stellen, bezogen auf die Thematik Flüchtlinge und Zugewanderte im Landkreis. Die Zuständigkeiten der regionalen Akteure transparent zu machen war Ziel des Workshops. Das IQ Netzwerk leitete die Workshoparbeit und fasste die Ergebnisse in einem Schnittstellenpapier zusammen. Mit Hilfe der Matrizen, Schaubilder und Tabellen des Schnittstellenpapiers werden die komplexen Informationen überschaubar dargestellt und Verantwortungsbereiche kenntlich gemacht. Außerdem wurden Kontaktdaten und Ansprechpartner der regionalen Akteure der Integrationsarbeit zusammengeführt. Das gedruckte Schnittstellenpapier wurde am 13. Juni vom IQ Netzwerk allen Beteiligten vorgestellt. Die digitale Version wird auf der Internetseite des Landratsamtes veröffentlicht. So sind die Informationen für die Behörden, aber auch für Helferkreise und Zuwanderer transparent.

Die Zusammenarbeit der Akteure der Integrationsarbeit in Mittelsachsen soll auch in Zukunft fortgeführt werden, denn „Integration ist ein Gemeinschaftsprojekt. Alle Institutionen im Landkreis müssen koordiniert zusammen arbeiten, um die Integration von Flüchtlingen erfolgreich zu gestalten. Unterstützen sollen dabei die Bildungs- und Integrationskoordinatoren des Landkreises.“, so die Leiterin des Stabsbereiches  Koordination Unterbringung und Integration Ramona Noetzel.

Die Akteure der Integrationsarbeit Mittelsachsens (unter anderem die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Migrationsberatungsstellen, die Ausländerbehörde, die Sozialämter sowie Jugendamt, Schulverwaltung, Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer) besprachen ihre Absicht, sich hierzu weiter im Rahmen themenspezifischer Veranstaltungen zu einem Arbeitskreis „Integration durch Bildung und Arbeit“ zusammenzufinden. In den geplanten regelmäßigen Zusammentreffen, die zukünftig von den Bildungskoordinatorinnen des Landkreises einberufen werden sollen, können Probleme der Integrationsarbeit angesprochen und Ziele festgelegt werden, um nachhaltige Strukturen im Bereich „Integration durch Bildung und Arbeit“ zu schaffen. Diese Form der Zusammenarbeit bietet Gelegenheit, die Thematik Integration von Geflüchteten und Neuzugewanderten aus den verschiedenen Blickwinkeln der Akteure zu betrachten, die Verantwortungsbereiche jedes einzelnen Partners klar zu definieren und Vereinbarungen für die Zusammenarbeit zu treffen. So können Hand in Hand und auf kurzem Weg Probleme angesprochen und gemeinsame Lösungen erarbeitet werden.

Das Konzept ist außerdem so flexibel, dass weitere Partner, wie beispielsweise Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen oder Projekten eingeladen werden können, die von ihren Erfahrungen berichten. 

Das „Schnittstellenpapier Integrationswegweiser Mittelsachsen“ zum Download finden Sie hier.

Weitere Informationen zu den Tätigkeitsbereichen der Bildungskoordinatorinnen des Landkreises Mittelsachsen können hier nachgelesen werden.

Stabsbereichsleiterin Koordination, Unterbringung und Integration Ramona Noetzel, Bildungskoordinatorin Jennifer Diehl und die Projektmitarbeiterin vom IQ Netzwerk Sachsen Anja Stephan (v.l.n.r.) stellen bei dem Regionalworkshop „Integration von Zugewanderten in Mittelsachsen“ das Schnittstellenpapier vor.

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