Integrationskoordinatoren nehmen Tätigkeit auf

01.02.2017

Am 1. Februar haben sechs von insgesamt acht geplanten kommunalen Integrationskoordinatoren ihre Tätigkeit im Landkreis Mittelsachsen aufgenommen. Im Anschluss an eine zentral in der Stabsstelle Ausländer- und Asylangelegenheiten durchgeführten Einweisung und Schulung, unterstützen sie kreisangehörige Gemeinden und Städte in ihrer alltäglichen Integrationsarbeit und werden dabei über den Landkreis koordiniert und gesteuert.

Freiberg, Flöha, Döbeln und Rossau sind die vier Standorte, von denen ausgehend die Integrationskoordinatoren im Landkreis regional aktiv werden. Einer der ersten Schritte ist deshalb die Kontaktaufnahme zu den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen in den aufnehmenden Gemeinden der jeweiligen Region.

Die kommunalen Integrationskoordinatoren fungieren als Ansprechpartner und Vermittler vor Ort zum Beispiel zwischen der Landkreisverwaltung und den Verantwortungsträgern der kreisangehörigen Gemeinden und Städten beziehungsweise anderen haupt- oder ehrenamtlichen Stellen. Sie unterstützen unter anderem bei der Dokumentation von Integrationsbedarfen und -angeboten in den Kommunen und stellen Beratungsangebote zur Verfügung. Durch wirkungsvolle Vernetzung und Wissenstransfer in den Bereichen Asyl und Integration wird die Kreisverwaltung unterstützt sowie Vereine beziehungsweise ehrenamtliche Helfer gezielt eingebunden.

Zeitgleich startete zum 1. Februar der Aufbau einer Servicestelle für Sprach- und Integrationsmittler beziehungsweise Gemeindedolmetscherdienste im Landkreis Mittelsachsen. Ebenso, wie die kommunalen Integrationskoordinatoren, wird diese Maßnahme durch die Richtlinie Integrative Maßnahmen Teil 2 des Freistaates Sachsen gefördert. Die Servicestelle für Sprach- und Integrationsmittler wird durch den Verein BEGREIFEN Förderverein e. V. umgesetzt und verfolgt das Ziel einen Dolmetscherpool aufzubauen, auf den bei Bedarf für Behördenkommunikation und in Alltagssituationen zurückgegriffen werden kann.

Seit 1. Januar stehen im Rahmen des Programms „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ – gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) – zwei Bildungskoordinatorinnen als zentrale Ansprechpartner für das Integrationsfeld „Bildung“ im Landkreis zur Verfügung. Zielstellung ist der Aufbau kommunaler Koordinierungsstrukturen beziehungsweise -gremien für eine zielgerichtete Zusammenarbeit und Abstimmung aller relevanten Akteure. Die hierfür notwendige Transparenz über die Vielzahl an lokalen Bildungsangeboten und -anbietern soll mit Hilfe von Bündelung und Aufbereitung bildungsrelevanter Daten erreicht werden.