Jugendhilfeausschuss entscheidet über Vergabe von Fördermitteln

01.03.2017

Der Landkreis fördert in diesem Jahr 103 offene Angebote im Rahmen der Jugendhilfe. Hierzu zählen Jugendclubs, Angebote von Jugendverbänden, der Schulsozialarbeit, des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes, aber auch Projekte der Familienbildung sowie der Jugendgerichtshilfe.

Insgesamt belaufen sich die Ausgaben hier auf rund 2,1 Millionen Euro, rund 40 Prozent hiervon trägt der Freistaat. Finanziert werden damit nicht nur über 62 Stellen, sondern auch Sachausgaben. Erstmalig direkt vom Landkreis unterstützt werden soll die Schulsozialarbeit an der Oberschule Brand-Erbisdorf, Projektträger ist der Berufsausbildungs-Förderverein. Das bisherige Förderprogramm des Europäischen Sozialfonds läuft im August aus und das Projekt soll nahtlos weiter laufen.

Durch den Landkreis erhalten 26 Maßnahmen im Bereich der Schulsozialarbeit insgesamt 377.000 Euro, vorrangig an Oberschulen und Förderschulen. Der Freistaat plant eine Umsetzung eines Landesprogramms für die Schulsozialarbeit, die genauen Modalitäten werden derzeit ausgearbeitet. Neu ist auch ein Projekt zur Gewaltprävention in den Klassenstufen eins bis acht sowie Jugendeinrichtungen, das der Regenbogenbus e. V. initiiert. Schwerpunkte bilden hier das Klassenklimaprojekt, Sozialkompetenztraining, Konfliktbearbeitung und Mobbingprävention. Hintergrund hierfür war, dass sich in Sachsens Schulen selbst sowie auf dem Schulgelände im vergangenen Jahr die offiziell erfassten Straftaten um zirka 400 auf 3 832 erhöht haben.

„Neben den hauptamtlichen Angeboten, gibt es zahlreiche Jugendclubs oder offene Treffs, die ehrenamtlich geführt werden. Diese erhalten eine Förderung von bis zu 1.300 Euro“, erklärt die zuständige Abteilungsleiterin Heidi Richter. Unterstützt werden außerdem: der Kreisjugendring, der Kreissportbund Mittelsachsen für den Koordinator Sportjugend oder auch das Kinder- und Jugendtelefon.