Katastrophenschutzübung in Freiberg

16.05.2014

Großalarm auf dem Gelände des Bahnhofs der Kreisstadt Freiberg: Feuerwehr, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk und zahlreiche Einsatzkräfte rückten zu einer Übung aus.

Auf dem Gelände des Freiberger Bahnhofs wurde am 10. Mai eine umfassende Einsatzübung im Rahmen des Katastrophenschutzes durchgeführt. „Im Vordergrund einer solchen Übung stehen die Abläufe bei schwierigen und umfangreichen Einsätzen“, erklärt Steffen Kräher, Leiter der Abteilung Ordnung und Sicherheit im Landrats-amt. Rund 250 Teilnehmer wirkten hier mit. Darunter befanden sich Freiwillige Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, das Krankenhaus Freiberg und die Bundes- und Landespolizei sowie die Deutsche Bahn AG.

„Wie schnell es zu einer Katastrophe kommen kann, haben uns die Hochwasser-Ereignisse 2002 und 2013 vor Augen geführt. Umso wichtiger ist es, für den Ernstfall vorbereitet zu sein und regelmäßige Übungen durchzuführen“, so Landrat Volker Uhlig. Sie tragen dazu bei, das Zusammenwirken der Katastrophenschutzkräfte des Landkreises zu intensivieren.

Geprobt wurden die einzelnen Schritte mehrerer Szenarien: Begonnen wurde mit einem Unfall eines Personenzuges mit einem Fahrzeug, das mit Gefahrgut beladen war. Dabei galt es, die insgesamt 20 Verletzten vom Rettungsdienst und den Notärzten zu sichten und Prioritäten der Versorgung festzulegen. Einen wichtigen Aspekt stellte hierbei auch die Bergung dar. Unter anderem baute das Technische Hilfswerk ein Gerüst auf, um die Schwerstverletzten aus dem oberen Teil des Waggons zu retten. Für die Bergung und Abdichtung des Gefahrgutbehälters wurde zunächst der betroffene Bereich entsprechend gesichert und ermittelt, um welches Gefahrgut es sich handelt sowie eine sogenannte Dekontaminationsstrecke aufgebaut. Sie ist wichtig, um die Einsatzkräfte und deren Schutzanzüge vor Ort zu reinigen, beispielsweise mit einer Dusche.

Die Höhenrettung der Freiwilligen Feuerwehr Brand-Erbisdorf probte die Rettung eines Elektrikers am Beleuchtungsmast. Ein weiteres Szenario war der Brand in einem Gebäude am Bahnhof und die dortige Suche nach Verletzten.

Kräher betont: „Das Besondere an dieser Übung war, dass hier wirklich die Handgriffe und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte im Vordergrund standen. So wurde beispielsweise die Sichtung der Patienten mehrfach und durch unterschiedliche Notärzte vorgenommen.“ Die Schiedsrichter  beziehungsweise der Leitungsdienst beobachteten nicht nur die Abläufe, sie gaben auch Hinweise und griffen bei Bedarf in das Geschehen ein.