Kinder- und Jugendpsychiatrie wird ab dem 1. Dezember am Standort Chemnitz konzentriert

25.11.2016

Die Betreuung von vollstationären Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) wird ab dem 1. Dezember am Standort Chemnitz konzentriert und damit in der Großstadt über den 30. November hinaus bestehen bleiben.

Die ärztlichen Dienste werden dann vollständig durch die Betreiberin, die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK), gesichert. Bis zum 30. November werden die Nachtdienste noch durch das Klinikum Chemnitz abgedeckt. Dies ist aber ist aber in Zukunft in dieser Form nicht mehr möglich. „Das wichtigste war zunächst den Weiterbetrieb der KJP zu sichern, jetzt folgen die weiteren Schritte für eine dauerhafte und langfristige Sicherung der Versorgung in diesem Bereich“, erklärt Landrat Matthias Damm. Zu Details wird sich der Landkreis zu gegebener Zeit äußern.

Das Hauptproblem sind weiterhin die fehlenden notwendigen Ärzte. Diese werden intensiv mithilfe von Personalvermittlern, Portalen und Ausschreibungen gesucht. Erste zu wirkende Maßnahmen zeichnen sich ab.

Fazit: Die Versorgung der Patienten ist rund um die Uhr gesichert und damit auch die Notfallversorgung in einer Großstadt, was den Ausschlag für die vorübergehende Konzentration des vollstationären Betriebs am Standort Chemnitz gab.

Am Standort Mittweida wird ab dem 1. Dezember eine tagesklinische Versorgung für bis zu elf Patienten angeboten. Derzeit in Mittweida vollstationär betreute Kinder und Jugendliche werden bis zum 30. November nach Chemnitz verlegt. Deren Versorgung ist demnach nahtlos gesichert. Alle Therapien werden wie geplant fortgeführt. Trotz der begrenzten Bettenzahl an einem Standort gibt es Entlassungen von Patienten nur dann, wenn die Therapie bis zum 30. November vollständig abgeschlossen ist. Die Eltern der Patienten sowie umliegende Ärzte und Therapeuten werden über diese Maßnahmen entsprechend informiert.

Der Personalbestand der LMK bleibt derzeit zunächst unberührt, da es sich um eine vorübergehende Leistungseinschränkung am Standort Mittweida handelt. So werden beispielsweise Mehrstunden abgebaut. Ziel ist, die vollstationäre Versorgung in Mittweida schnellstens wieder aufzunehmen und dem genehmigten Bettenplan für beide Standorte zu entsprechen.

In Riesa gibt es eine Tagesklinik mit zehn Plätzen. Diese ist aber von den aktuellen Plänen nicht betroffen.