Klinikverbund: Dank an die Sana Klinken AG für das lange Engagement

26.05.2026

Landkreis möchte wieder alleiniger Gesellschafter des Krankenhauses Freiberg sein.

Die Krankenhausreform und weitere regulatorische Veränderungen werden zu einer umfassenden Neuordnung der Gesundheitsversorgung im gesamten Bundesgebiet und somit auch in Sachsen führen. Vor diesem Hintergrund richtet der Landkreis Mittelsachsen die regionalen Versorgungsstrukturen mit der Bildung des Integrierten Gesundheitsverbundes neu aus. Der Kreistag hat dazu in seiner Sitzung am 3. Dezember 2025 einen wegweisenden Grundsatzbeschluss gefasst.

Die Krankenhäuser in Mittweida und Freiberg sowie deren angegliederten Einrichtungen, wie Servicegesellschaften oder Medizinischen Versorgungszentren, bilden einen Verbund. Bisher agierten die Klinken vollkommen unabhängig. Das hat auch etwas mit der Gesellschafterstruktur zu tun. Das Haus in Mittweida gehört zu 100 Prozent dem Landkreis, an Freiberg ist die private Sana Klinken AG mit 26 Prozent beteiligt. Außerdem ist sie für das operative Geschäft verantwortlich, was in einem Managementvertrag geregelt ist.

Der Landkreis Mittelsachsen führte in diesem Jahr intensive Gespräche und Verhandlungen mit der Sana Kliniken AG zur notwendigen Anpassung des Vertrags. Im Ergebnis muss festgestellt werden, dass die Vorstellungen und Interessenlagen zu weit auseinanderlagen und die Verhandlungen ohne Einigung beendet wurden. 

Der Managementvertrag wurde daher ordentlich zum 31. Dezember diesen Jahres gekündigt. In der Folge wird der Landkreis Mittelsachsen zukünftig das Management wieder in eigener Verantwortung übernehmen. Die Bestellung des Geschäftsführers Matthias Stolze bleibt von der Kündigung des Managementvertrags unberührt. Derzeit wird das Konzept zur Entkoppelung der bisherigen Managementprozesse von der Sana Kliniken AG finalisiert. Zugleich werden die Prozesse zur Bildung des Integrierten Gesundheitsverbundes Mittelsachsen fokussiert weiter vorangebracht.

Die bestehenden tariflichen Regelungen im Freiberger Haus und seinen Gesellschaften sind zunächst von der Kündigung des Managementvertrages nicht betroffen. Die Kommunikation mit den Beschäftigten ist sehr wichtig. Sie wurden erstmals Mitte November über die Pläne des Verbundes und über den Prozess informiert. 

Der Landkreis Mittelsachsen beabsichtigt, den Integrierten Gesundheitsverbund auch gesellschafts-rechtlich ganzheitlich in eine einheitliche Struktur zu überführen. Daher erfolgte seitens des Landkreises ein qualifiziertes Kaufpreisangebot an die Sana Kliniken AG zum Erwerb des Minderheitsanteils. Derzeit laufen dazu die Gespräche auf Gesellschafterebene. Ein schriftlich fundiertes Gegenangebot der Sana Kliniken AG steht derzeit noch aus.

Mit der Übernahme der Anteile der Sana Kliniken AG wäre das Freiberger Haus wieder vollständig in kommunaler Hand. „Der Vorteil ist eine zielgenaue Steuerung des Verbundes anhand der strategischen Ziele des Landkreises. Die finale Entscheidung liegt aber beim Kreistag“, hebt Landrat Sven Krüger hervor.

„Wir danken der Sana Kliniken AG als langjährigem Partner im Management für die bisherige Zusammenarbeit und die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in herausfordernden Zeiten“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende der Klinken Freiberg und Mittweida Dr. Christoph Trumpp.