Kontinuierliche Berufsorientierung ist das A und O bei der Berufswahl

28.05.2018

Die Firma Partzsch Elektromotorenwerke e. K. aus Döbeln und die Heiner-Müller-Oberschule Eppendorf wurden für Auszeichnung durch Ministerien vorgeschlagen.

Die Woche der offenen Unternehmen, die in diesem Jahr zum fünften Mal in Eigenregie des Landkreises Mittelsachsen stattfand, konnte erneut Zuwächse verzeichnen: So besuchten im März 1 623 Schülerinnen und Schüler Unternehmen im Landkreis. Das entspricht einem Plus von mehr als 400 Lernende gegenüber dem Vorjahr. In den Schulen motivieren Lehrerinnen und Lehrer Schüler ab der Klassenstufe 7 zur Teilnahme an den Veranstaltungen der Berufsinformationswoche, die außerhalb der regulären Unterrichtszeiten am Nachmittag stattfinden. Dieses Engagement wird durch das Kultusministerium und das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit geehrt. Die Arbeitskreise Schule-Wirtschaft in Freiberg, Döbeln und Mittweida haben dazu ein Unternehmen und eine Schule vorgeschlagen: die Partzsch Elektromotorenwerke e. K. aus Döbeln sowie die Heiner-Müller-Oberschule in Eppendorf. „Die Partzsch Elektromotorenwerke e. K. aus Döbeln beteiligen sich seit der ersten Stunde mit verschiedenen Veranstaltungen an der Woche der offenen Unternehmen. Deshalb entschied sich die Jury für dieses Unternehmen. Zudem fiel die Wahl auf Partzsch, da ein Schüler, der sich die Firma angesehen hat, einen entsprechenden Vorschlag eingereicht hat“, erläuterte der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier.

Erstmals soll in diesem Jahr auch eine Schule für ihr Engagement im Rahmen der Berufsorientierungswoche ausgezeichnet werden. Die Arbeitskreise Schule-Wirtschaft schlugen die Heiner-Müller-Oberschule in Eppendorf vor, aus der 138 Lernende an den Veranstaltungen zur Woche der offenen Unternehmen teilnahmen. „Das entspricht mehr als der Hälfe der Schüler ab Klassenstufe 7. Diese 58 Prozent weisen somit landkreisweit den höchsten Schnitt auf“, so Beier. Die offizielle Überreichung der Urkunden erfolgt in Kürze in entsprechendem Rahmen.

Die Woche der offenen Unternehmen wird von vielen Partnern, unter anderem der IHK Regionalkammer Mittelsachsen und den Arbeitskreisen Schule-Wirtschaft vorbereitet. Die Unternehmen konzipieren die Veranstaltungen und bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit mit der Geschäftsleitung oder Auszubildenden ins Gespräch zu kommen. Nicht selten dürfen die Jugendlichen schon einmal selbst Hand anlegen und ein Werkstück fertigen oder am Frisierkopf arbeiten. Insgesamt öffneten 225 Firmen ihre Büro-, Werkstatt oder Labortüren, um dem mittelsächsischen Nachwuchs 152 Ausbildungsberufe und 53 Berufsbilder, die über ein Studium erreichbar sind, vorzustellen. Die Palette der Berufe spiegelte die Branchenvielfalt des Landkreises sehr gut wider.