Kreis schließt weitere Asylunterkunft

27.12.2016

Zum Ende des Jahres wird die Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in der Turmhofstraße in Freiberg geschlossen.

Die derzeit rund 40 Bewohner werden in die Chemnitzer Straße umziehen, die Gesamtkapazität beträgt 90 Personen. Außerdem soll, wie im Kreistag angekündigt, in den kommenden Monaten die Kapazität in Freiberg zur Unterbringung von Asylsuchenden um weitere 200 Plätze sinken. „Es ist die Konsequenz aus den gesunkenen Zuweisungszahlen in den vergangenen Monaten. Geschlossen hat der Landkreis schon Unterkünfte in Königshain-Wiederau, Döbeln, Mittweida, Flöha, Roßwein, Rochlitz und Brand-Erbisdorf und somit zirka 630 Plätze abgebaut. Bereits im 1. Quartal 2017 werden es insgesamt über 1 000 sein“, so der Leiter der Stabsstelle Asyl Dieter Steinert. Bisher wurden in diesem Jahr dem Landkreis Mittelsachsen bis 30. November 1 221 Asylsuchende durch den Freistaat zugewiesen, damit sind aktuell rund 2 150 Asylbewerber untergebracht. Zusätzlich befinden sich noch über 400 Flüchtlinge mit einer Aufenthaltserlaubnis in den Unterkünften, die der Landkreis vorhält.

In Freiberg gibt es in den Gemeinschaftsunterkünften momentan eine Kapazität von rund 1 400 Plätzen in den Unterkünften in der Chemnitzer Straße, der Turmhofstraße, am Erzweg und am St. Niklas Schacht, welche durch die vereinbarte Reduzierung auf zirka 1 100 Plätze sinken wird. Davon waren Ende November 715 durch Asylsuchende belegt, weitere 206 durch Flüchtlinge mit einem anerkannten Aufenthaltsstatus. Diese können sich innerhalb von Sachsen eine eigene Wohnung suchen. „Aber solange diese noch nicht gefunden sind, leben sie in der Regel in den Einrichtungen des Kreises“, so Steinert abschließend.