Kriebstein: Vertrag mit Firma Karl unterzeichnet

05.10.2016

Vertrag zum Flächenkauf für den Ausbau des Burgberges und die Erweiterung von Parkmöglichkeiten für die Burg Kriebstein erfolgreich abgeschlossen.

Der Landkreis Mittelsachsen und der Freistaat Sachsen, vertreten durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), haben Teilflächen der ehemaligen Papierfabrik Kübler & Niethammer in Kriebstein von der Fa. Karl gekauft. Sie sind zum dringenden Ausbau des Burgberges und der Erweiterung von Parkmöglichkeiten für die Burg Kriebstein notwendig. Mit Unterstützung des SIB konnten die Verhandlungen erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Zu genauen Vertragsinhalten beziehungsweise Kaufsummen wurde Stillschweigen vereinbart. „Wir freuen uns über den Abschluss, denn wir können die nächsten Schritte angehen. Ein gutes Zeichen für die Region. Die touristische Infrastruktur wird sich insgesamt deutlich verbessern“, so Landrat Matthias Damm.

Die vereinbarte Beräumung von Teilflächen durch die Fa. Karl ist bereits erledigt, so dass auch eine sofortige Nutzung der Grundstücke erfolgen kann. „Das macht auch das Interesse des Unternehmens an einem zügigen Fortschritt in der Sache deutlich“, erklärte Mittelsachsens erster Beigeordnete Dr. Lothar Beier. Bis zum Baubeginn  zur Entschärfung der Straße sind allerdings noch weitere Hürden zu nehmen.

Ein externes Büro arbeitet an der Entwurfsplanung. Diese soll bis Ende des Jahres stehen, so dass bis Frühjahr 2017 die Genehmigungsplanung folgt. Damit kann der Landkreis in das Planfeststellungsverfahren gehen, welches auf Grund der FFH-Eigenschaft des Gebietes und jüngster Rechtsprechungen unumgänglich ist. Fauna-Flora-Habitat (FFH) sind spezielle europäische Schutzgebiete, die einer entsprechenden Richtlinie unterliegen. Vorher mit den Planungen zu beginnen war nicht möglich, weil dies vom Verlauf der Gespräche mit der Firma abhängig war. Ein Ziel der Planung ist es, noch in diesem Herbst den artenschutzrechtlichen Fachbeitrag zu erarbeiten und die dafür notwendigen Zählungen durchzuführen.

Wie lange das Planfeststellungsverfahren dauern wird, kann mit Bestimmtheit heute noch nicht gesagt werden. „Wir hoffen aber, dass alle Akteure und Beteiligte weiterhin an einem Strang ziehen und kooperativ zusammenarbeiten“, so Damm. Fakt ist jedoch, dass die aktuelle Baumaßnahme vom Parkplatz bis zum Rittergut mindestens bis Ende 2017, bei einem frühen Wintereinbruch auch bis in das Frühjahr 2018 gehen kann. Noch im Oktober erfolgt die Ausschreibung, so dass im Frühjahr gleich mit den Arbeiten des 730 Meter langen Abschnittes begonnen werden kann. Das Projekt umfasst einen kompletten Ausbau mit Entwässerungskanal, Amphibieneinrichtung und Gehweg.  „Ein Bau parallel zu aktuellen Maßnahme ist auf Grund der Topographie nicht möglich“, erklärt Dr. Beier abschließend.