Kulturinstitutionen rüsten für den Notfall

11.09.2017

In den Freiberger Archiven, Bibliotheken, Museen und Sammlungen gibt es einen reichen kulturellen Schatz. Dieser Schatz benötigt einen aktiven Schutz in Notfällen. Dabei muss man gar nicht an Großschadensereignisse denken, oft sind es kleinere, lokale Ereignisse, die das kulturelle Erbe in Mitleidenschaft ziehen können.

Seit etwa zehn Jahren werden deshalb in ganz Deutschland regionale Notfallverbünde gegründet. Diese haben das Ziel, die Notfallprävention der Kulturgut bewahrenden Institutionen vor Ort zu koordinieren und im Notfall sich gegenseitig personelle, materielle und organisatorische Hilfestellung zu bieten. In Sachsen gibt es bereits Notfallverbünde in Leipzig, Dresden und in der Oberlausitz. Auch in Freiberg haben sich seit Herbst 2014 dreizehn Einrichtungen gefunden und ihre Zusammenarbeit für Notfälle abgestimmt, darunter die Andreas-Möller-Bibliothek, das Bergarchiv Freiberg, das Ephoralarchiv des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirks Freiberg, das Kreisarchiv des Landkreises Mittelsachsen, die Kustodie (Sammlungen) der Bergakademie Freiberg, das Museum Huthaus Einigkeit der Stadt Brand-Erbisdorf und das Stadtarchiv Freiberg. Die Unterzeichnung der Vereinbarung fand im August 2017 im Bergarchiv Freiberg im Schloss Freudenstein statt. 

Im Kreisarchiv werden Unterlagen des Landratsamtes Mittelsachsen einschließlich der Vorgängerinstitutionen sowie teilweise auch von Städten und Gemeinden archiviert. Der Gesamtbestand beträgt derzeit über 18 000 laufende Meter. Die Überlieferungen dokumentieren im Wesentlichen einen Zeitraum von über 300 Jahren

Unterzeichnung der Vereinbarung für den Notfallverbund Foto: Detlev Müller

Verwandte Links