Land(auf)Schwung geht in die Verlängerung

09.10.2017

Es ist ein Modellvorhaben für den ländlichen Raum. Nur 13 Regionen bundesweit wurden 2015 ausgewählt um ihr Zukunftskonzept in drei Jahren umzusetzen. „Nun wurde das Vorhaben bis Ende 2019 verlängert und auf insgesamt 2,25 Millionen Euro aufgestockt“, erklärte Landrat Matthias Damm im Rahmen eines Pressegesprächs am 5. Oktober in Freiberg.

„Es freut mich sehr, dass Land(auf)Schwung in Mittelsachsen so gut umgesetzt wird und deshalb verlängert wird.“, ergänzt Dr. Lothar Beier, erster Beigeordneter im Landratsamt. In seinem Bereich ist nicht nur die bewilligende Stelle für die Einzelprojekte angesiedelt, sondern auch die fachliche Begleitung des Programms und zahlreicher Maßnahmen. In vier Auswahlsitzungen befürworte das regionale Entscheidungsgremium 45 Projektanträge. Auch ein Kleinprojektepool ist darunter, der vor allem kleinere Vorhaben in Vereinen unterstützt. Mit 24 Projektpartnern wurden auf dieser Basis bereits erfolgreiche Verträge abgeschlossen.

Kerstin Adam-Staron von der Land(auf)Schwung-Entwicklungsagentur führte im ersten Halbjahr 2017 bereits 44 weitere Projektberatungen durch. Diese Maßnahmen der Daseinsvorsorge und Wertschöpfung unterstützen die Bewältigung des demografischen Wandels insbesondere im ländlichen Raum. Das ist erklärtes Ziel des Bundesmodellvorhabens. Jede Region geht ihren eigenen Weg. In Mittelsachsen kümmert sich deshalb die „Nestbau-Zentrale“ darum, zum Beispiel Rückkehrer mit Firmen in Kontakt zu bringen. Über die Veranstaltungsreihe „Ländliches Bauen“ werden Informationen zum Bauen in der Region und zu möglichen Förderungen für das eigene Nest vermittelt. Über 140 Anfragen hat das Team der Nestbau-Zentrale mit Sitz in Döbeln schon erreicht.