Landkreis erhält Fördermittel

02.06.2017

Aus dem Programm „Brücken in die Zukunft" erhält der Landkreis für Baumaßnahmen in Rochlitz und Döbeln Fördermittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Die entsprechenden Bescheide übergab am 1. Juni Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt an Landrat Matthias Damm.

Die Gelder fließen zum einen in die Regenbogenschule in Döbeln für erforderliche Maßnahmen im Bereich des Brandschutzes und zum anderen in den Schulteil Rochlitz des Beruflichen Schulzentrums Döbeln-Mittweida. Hier werden Umbauarbeiten mit dem Ziel erfolgen, die Förderschule „Wilhelm Pfeffer" von Zettlitz nach Rochlitz zu verlagern. „Mit den Fördermitteln werden wir Projekte umsetzen, die wir in der Form aus eigenen Haushaltsmitteln nicht realisieren könnten“, unterstreicht Landrat Matthias Damm. Das Programm „Brücken in die Zukunft“ besteht aus dem Budget Bund und Budget Sachsen mit insgesamt 38,6 Millionen Euro für Mittelsachsen, davon entfallen aus den Mitteln des Bundes sechs Millionen Euro an die Städte und Gemeinden und rund drei Millionen an den Landkreis und von den Geldern des Freistaates 19 Millionen Euro an die Städte und Gemeinden und zehn Millionen Euro an den Landkreis. Die einzelnen Maßnahmen wurden durch Kreistag beschlossen. „Der Maßnahmeplan ist in der kommenden Sitzung des Kreistages auf der Tagesordnung, da sich Änderungen aus unterschiedlichen Gründen erforderlich machten. Neben Schulen plant der Landkreis auch in Straßen, Verwaltungsgebäude oder die Straßenmeisterei zu investieren“, so Damm.

Die Projekte im Einzelnen:

Döbeln

Für rund 1,1 Millionen Euro wird die Regenbogenschule im Bereich des Brandschutzes ertüchtigt, 75 Prozent der Kosten werden dabei gefördert. Unter anderem werden in einzelnen Etappen bis 2020 neue Türen, ebenso ein neuer Rettungsweg aus dem Kellergeschoss und darüber hinaus ein Serverraum, inklusive der Schaffung von technischen Voraussetzungen für die informationstechnische Erschließung des Schulgebäudes eingebaut. Außerdem erfolgt die Herstellung der Sicherheitsbeleuchtung und die Ertüchtigung der Lüftungsanlage. „Wir versuchen, die lärmintensiven Arbeiten in die unterrichtsfreie Zeit zu legen“, erklärt Landrat Matthias Damm. Die Regenbogenschule besuchen 65 Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung und teilweise Mehrfachbehinderung ab einem Einschulungsalter von sechs Jahren für die Dauer von zwölf Schuljahren aus dem Altkreis Döbeln.

Es existiert ein ganztägiges Bildungs- und Erziehungsangebot. „Sie ist auch perspektivisch in der Schullandschaft des Landkreises Mittelsachsen unabdingbar notwendig“, erklärt der Landrat.

Rochlitz

Mit Beginn des Schuljahres 2018/2019 soll die Förderschule Wilhelm Pfeffer Zettlitz ihren Betrieb am neuen Standort in Rochlitz aufnehmen. Dafür wird der Schulteil Rochlitz des Beruflichen Schulzentrums Döbeln-Mittweida für rund 850.000 Euro aus- und umgebaut. Die sich in Trägerschaft des Landkreises befindliche Schule besuchen bis zu 59 geistig behinderte Kinder. Das jetzige Gebäude wurde durch die Gemeinde Zettlitz zur Verfügung gestellt, die Pachtvereinbarung läuft bis Ende 2018. Die Bedingungen entsprechen aber nicht mehr den heutigen Anforderungen und Investitionen von rund 1,9 Millionen Euro wären notwendig. Deshalb wurde ein alternativer Standort gesucht und mit dem Schulteil Rochlitz des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) Döbeln-Mittweida gefunden. Das Objekt wird zukünftig besser ausgelastet, bietet entsprechend Platz und gute Bedingungen für beide Schulen. Rund 180 Berufsschüler lernen derzeit in Rochlitz in den Bereichen Krankenpflegehelfer, Sozialwesen, Bau und Landwirtschaft.  Das künftige Profil des  BSZ am Standort Rochlitz liegt schwerpunktmäßig auf sozialen Bildungsgängen. Damm: „Dies erscheint gut geeignet für ein kooperatives und innovatives Zusammenwirken mit der Förderschule. Das bildungspolitische und erzieherische Potenzial beider Bildungseinrichtungen kann in hervorragender Weise für den pädagogischen Prozess genutzt werden.“

Foto: Andrea Funke