Landkreis investiert in Straßen

03.12.2025

Trotz der angespannten Haushaltslage investiert der Landkreis Mittelsachsen im kommenden Jahr in seine Kreisstraßen. Eingeplant sind zehn Vorhaben – von der Fahrbahnerneuerung bis zum grundhaften Ausbau.

Trotz der angespannten Haushaltslage investiert der Landkreis Mittelsachsen im kommenden Jahr in seine Kreisstraßen. „Möglich ist dies nur durch die Fördermittel des Freistaates aus den verschiedenen Programmen“, erklärt die Leiterin der Abteilung Straßen Claudia Landgraf. Eingeplant sind zehn Vorhaben – von der Fahrbahnerneuerung bis zum grundhaften Ausbau. „Darunter befinden sich auch Projekte, die schon lange in Vorbereitung sind und deren Umsetzung für dieses Jahr vorgesehen war.  Doch aus verschiedenen Gründen hat es nicht geklappt. Wir hoffen, dass wir sie nun endlich realisieren können“, erklärte Claudia Landgraf. Die Maßnahmen haben ein Volumen von insgesamt mehr als elf Millionen Euro.

Der Augustusburger Ortsteil Hennersdorf stellt im kommenden Jahr einen Schwerpunkt der Investitionen dar. Der Landkreis plant einen grundhaften Straßenbau. Im ersten Bauabschnitt werden ein Durchlass sowie der Abschnitt bis zum Ortsausgang erneuert und der Knotenpunkt im Ort zum Kreisverkehr ausgebaut. Zu dem Gesamtprojekt laufen entsprechende Abstimmungen mit der Stadt, zudem müssen rechtliche Fragen geklärt werden. Die Arbeiten konnten aufgrund der Aktivitäten auf der B 180 und der notwendigen Umleitung nicht eher starten. Außerdem saniert der Kreis die historische Holzbrücke. Die komplette Tragstruktur soll erneuert werden – die Metallkonstruktion wird durch eine klassische Holzkonstruktion ersetzt. Außerdem werden die Dachdeckung und der Bohlenbelag erneuert. Die Arbeiten an dem denkmalgeschützten Bauwerk starten im April und sind bis Oktober 2027 geplant.

Die Kreisstraße in Oberreichenbach wird ebenfalls erneuert. Auf einer Länge von 500 Metern gibt es eine neue Fahrbahn. Die geplanten Kosten liegen bei 349.000 Euro.

Einen grundhaften Ausbau plant der Kreis auf dem Abschnitt zwischen der S 200 und dem Erlauer Ortsteil Crossen. Dieser 1,5 Kilometer lange Abschnitt beinhaltet auch etwa 600 Meter Ortslage. Unter anderem wird die komplette Entwässerung neu geregelt und es entstehen neue Straßengräben. „Die Vorbereitungen laufen gut. Jedoch werden die Arbeiten nicht vor Herbst starten und etwa anderthalb Jahre dauern“, so Claudia Landgraf.

Weiterhin noch nicht abgeschlossen ist ein Planfeststellungsverfahren zum Bau der Kreisstraße in Köthensdorf. Der Abschnitt beträgt rund 900 Meter. Claudia Landgraf ist aber optimistisch, dass es im kommenden Jahr einen Baustart gibt.

Die Grundschule in Penig liegt am Knotenpunkt Bahnhofstraße/Kohlestraße, die Querung der Straße ist für Schüler/-innen schon immer schwierig. Daher wird die Bahnhofsstraße ab dem Frühjahr  gemeinsam mit der Stadt in einem ersten Abschnitt auf 300 Metern ausgebaut. Zugleich wird die Kreuzung neu gestaltet. Damit es nach dem Ausbau der Bahnhofstraße nahtlos weitergehen kann, wurden seitens des Kreistages weitere Mittel bewilligt. Unter anderem soll ein Kreisverkehr entstehen.

Ebenfalls lange haben die Einwohnerinnen und Einwohner des Lichtenauer Ortsteils Ottendorf auf die Sanierung ihrer Kreisstraße gewartet. Aktuell laufen hier Abstimmungen zwischen allen Beteiligten, daher kann der Bau bislang nicht starten. „Wir gehen für den gesamten Ausbau innerorts von vier Abschnitten aus, der erste hat eine Länge von 600 Metern und betrifft den Bereich zwischen der alten Feuerwehr und dem Ortsausgang Richtung Röllingshain“, erklärt Claudia Landgraf. Das Projekt wird gemeinsam mit dem zuständigen Abwasserzweckverband ZWA Hainichen und der Gemeinde Lichtenau umgesetzt, die für den Gehweg und neue Straßenbeleuchtung verantwortlich ist.

Eine unübersichtliche Kreuzung im Roßweiner Ortsteil Gleisberg – unweit der Bushaltestelle Gleisberger Bahnhof – wird sicherer. Es entsteht ein Kreisverkehr „Wir planen hierfür über 350.000 Euro ein. Der Planungsprozess zog sich aufgrund rechtlicher Fragen“, erläutert die Abteilungsleiterin.

Die Infrastruktur im Ortsteil Mohsdorf erlitt beim Hochwasser vor zwölf Jahren erhebliche Schäden. Seitdem wurden bereits zahlreiche Stützmauern und Brücken saniert. „Damit die Straße durchgängig in einem guten Zustand ist, erfolgt ein der langeersehnte Lückenschluss zwischen den Bauwerken“, erklärt Claudia Landgraf. Die Gesamtlänge beträgt 570 Meter. Ende des kommenden Jahres könnte es losgehen.  

Dann sollten auch die Reparaturarbeiten an einer Stützwand in Lichtenberg beendet sein. Hier gibt es auf Grund Problemen mit der Entwässerung langfristig Schäden in der Standfestigkeit. Sichtlich wurde es dadurch, dass die vorhanden Bordeinfassungen abgesenkt haben. Die Sanierung wird rund zwei Monate in Anspruch nehmen.

Außerdem plant der Landkreis verschiedene Deckensanierungen. „Dabei wird nur die oberste Schicht abgetragen. Überträgt man dies auf ein Gebäude würde man sagen, man renoviert die gute Stube mit Tapete und Farbe“, erklärt Claudia Landgraf. Vorgesehen sind unter anderem Arbeiten im Halsbrücker Ortsteil Conradsdorf und im Gewerbegebiet Ostrau.