Landrat informiert sich über die Vorbereitung auf den Winterdienst

21.10.2021

Die Straßenmeistereien in Mittelsachsen sind für den ersten Wintereinbruch gerüstet.

„Die Technik ist Einsatzbereit für den Winter“, erklärt der Leiter des Referates Straßenbetriebsdienst Dirk Schlimper beim Besuch des Landrates Matthias Damm in der mittelsächsischen Amtswerkstatt am Dienstag. In Hainichen werden die Technik und Fahrzeuge der sechs Straßenmeistereien im Landkreis gewartet und repariert, kleinere Instandsetzungen werden in den Meistereien vorgenommen. Den ganzen Sommer über haben die Mitarbeiter Streugeräte, Schneeschleudern, -fräsen und -pflüge geprüft und Verschleißteile ausgetauscht. „Mit der Werkstatt haben wir eigenes Knowhow und können flexibel sein bei Problemen“, so Schlimper weiter. 23 LKW und Unimogs sowie fünf Multicar stehen den Meistereien in Brand-Erbisdorf, Freiberg, Mühlau, Hainichen, Döbeln und Rochlitz insgesamt zur Verfügung. Regelmäßig wird in den Fuhrpark investiert. Vor rund einer Woche wurde beispielsweise ein neuer Unimog U 427 an den Landkreis übergeben. „In diesem Jahr bestellten wir außerdem zwei Streuer und einen LKW. Wir rechnen im kommenden Jahr mit der Lieferung“, so Schlimper. Zusätzlich zu den eigenen Fahrzeugen kommen im Winterdienst auch sogenannte Fremdunternehmerfahrzeuge zum Einsatz. Dazu werden über 20 Unternehmen im Landkreis gebunden. Insgesamt stehen maximal 60 Fahrzeuge für den Winterdienst zur Verfügung. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung, die Firmen müssen hier stets flexibel reagieren“, erklärt Landrat Matthias Damm. Rein aus Sicht des Straßenbetriebsdienstes hofft er auf einen milderen Winter. „Aber wir haben im vergangenen Jahr deutlich gemerkt, dass die Jahreszeit sehr hartnäckig sein kann.“ Im Vergleich zur Vorsaison ist mit über 16 000 Tonnen zirka die vierfache Menge Streusalz verbraucht worden. Für diese Saison hat man schon rund 3 000 Tonnen in den Lagern, weitere 13 000 Tonnen sind vertraglich gebunden und können bei Bedarf abgerufen werden. Der Ausschuss für Umwelt und Technik entschied über die Vergabe zum Preis von rund einer Million Euro.  „Die Kosten teilen wir zwischen Bund, Land und uns auf. Je nach sogenannter Straßenbaulast“, so der Landrat.

Die Meistereien sind für rund 270 Kilometer Bundes-, 607 Kilometer Staats- und 754 Kilometer Kreisstraßen zuständig. Zur Anwendung kommt die Feuchtsalztechnologie FS 30. „Dies bedeutet, dass unmittelbar vor der Ausbringung des Feststoffes dieser mit einer Salzlösung angefeuchtet wird“, erläutert Dirk Hänel, der für Geräte und Verkehrstechnik zuständig ist. Dies bringe einige Vorteile mit sich, wie geringerer Streuverlust durch Verwehung oder eine bessere Haftung des Salzes auf der Fahrbahn. Der Landkreis setzt seit vielen Jahren innovative Streugeräte ein, welche automatisch und temperaturabhängig die Streumenge an die Fahrbahntemperatur anpassen. „Diese Steuerung ist wichtig, weil die Straßenbelagstemperaturen im Netz mitunter stark differenzieren“, so Hänel.

Eine weitere Komponente des Winterdienstes sind die Schneezäune, die eine Gesamtlänge von 53,2 Kilometern haben. „Wir bauen sie in den nächsten Wochen an zahlreichen sensiblen Punkten auf, die besonders von Schneeverwehungen betroffen sind“, so Dirk Schlimper. Der Landrat ergänzt: „Sie mildern, aber sie sind können die Verwehungen nicht ganz aufhalten. Daher ist es stets wichtig, die Fahrweise der Witterung anzupassen und auch mehr Zeit einzuplanen.“ Der Winterdienst könne nicht überall gleichzeitig sein und räumen beziehungsweise streuen. Rund zweieinhalb Stunden braucht ein Fahrzeug, um wieder an derselben Stelle zu sein. „Aber bei extremer Witterung setzen wir Prioritäten auf die Bundesstraße beziehungsweise Busstrecken“, erklärt Referatsleiter Schlimper.

Landrat Matthias Damm bedankt sich bei den Fahrerinnen und Fahrern des Winterdienstes: „Mit Ihrem Engagement setzen Sie sich unmittelbar für unsere Sicherheit ein, sind zum Teil Tag und Nacht im Einsatz und es ist mitunter gefährlich – man muss ein gutes Gefühl für Fahrzeug und Technik haben.“

Landrat Matthias Damm im Gespräch mit dem zuständigen Referatsleiter Dirk Schlimper und dem Straßenmeister von Hainichen Christoph Richter. (v.l.)

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