Letzte gesperrte Straßen sollen freigegeben werden

17.01.2019

In dieser Woche laufen voraussichtlich noch die letzten Arbeiten, um die Folgen des Schneebruchs auf den mittelsächsischen Straßen zu entfernen. Betroffen waren alle Straßenklassen, sprich Bundes-, Staats- und Kreisstraßen.

Durch den anhaltenden Schneefall in der vergangenen Woche brachen zahlreiche Äste, Bäume knickten um – mit der Folge, dass rund 20 Straßenabschnitte gesperrt werden mussten. So schnell wie möglich begannen die ersten Aufräumarbeiten und so konnten zum Beispiel die Staatsstraße (S) 197 zwischen Halsbrücke und Rothenfurth und die Kreisstraße zwischen Oberreichenbach und Linda zügig freigegeben werden.

Im Bereich der Straßenmeisterei Hainichen gab es mit neun die meisten Sperrungen. Deren Zuständigkeitsgebiet erstreckt sich von Augustusburg und Flöha über Frankenberg bis nach Roßwein und umfasst rund 300 Kilometer. „Wir haben in unserem Gebiet viele Strecken, die entlang oder durch einen Wald führen“, erklärt Straßenmeister Christoph Richter. Als Beispiel nennt er die Bundesstraße (B) 180 im Bereich Erdmannsdorf. Dort gab es auch mit die größten Schäden, daher konnte die Strecke erst Dienstagabend freigegeben werden. Hier wurde eine Fremdfirma in einer Kooperation mit Sachsenforst mit der Beräumung beauftragt. „Der Umfang der notwendigen Arbeiten hat unsere Kapazität überschritten und wir bemühten uns, auch am Wochenende, schnellstens Firmen zu finden“, erklärt der Straßenmeister. Parallel zur Firmensuche erfolgten Gespräche und Abstimmungen mit der Polizei, Sachsenforst, Waldbesitzern und privaten Grundstückseigentümern zur Beräumung, denn auch bei ihnen liegt zum Teil eine Verkehrssicherungspflicht. Das Hauptziel war, die Straßen schnell wieder für den Verkehr beziehungsweise für die Rettungsfahrzeuge freizubekommen. Die externen Firmen sind meist mit Hebebühnen, Baggern und Häckslern im Einsatz. Beseitigt wurden Bäume und Äste, von denen eine Gefahr ausgehen könnte.

Zeitgleich arbeiten mehrere Mitarbeiter der Meistereien in anderen betroffenen Straßenabschnitten mit entsprechender Technik, wie Kettensägen, Hebebühnen und Häckslern. „In jeder Meisterei gibt es einen Baumwart, der in solchen Situationen sehr gefragt ist und hinzugezogen wird“, erläutert der zuständige Referatsleiter Dirk Schlimper. Er bittet die Bevölkerung um Verständnis, dass die Straßen erst im Laufe der Woche freigegeben werden konnten. „Aber die Verkehrssicherheit geht vor“, betont Schlimper.

Straßenmeister Christoph Richter ergänzt, dass sich die Verkehrsteilnehmer unbedingt an die Sperrregelungen halten sollten: „Es ist leider immer wieder vorgekommen, dass die Sperrschilder missachtet und die Kollegen bei ihrer Arbeit behindert wurden. Das hat einerseits zu unnötigen Verzögerungen geführt und stellt andererseits eine vermeidbare Gefahr für alle Beteiligten dar.“ Er geht davon aus, dass in den kommenden Tagen die letzten Abschnitte freigeben werden können.

Abschließend bedankt sich Landrat Matthias Damm bei den Straßenmeistereien, den Firmen und auch den vielen Feuerwehren für ihren Einsatz beim Umgang  mit den Auswirkungen des Wetters: „Wir können im Vergleich zu den vergangenen Jahren von einem einmaligen Ereignis sprechen, dass wir in Mittelsachsen in Folge von Schneebruch mit so vielen Straßensperrungen umgehen mussten. Die Einsatzbereitschaft der Beteiligten war beziehungsweise ist hoch, ebenso deren Zuverlässigkeit und Engagement für eine schnelle Straßenfreigabe.“  

Derzeit sind mit Stand 17. Januar 06:00 Uhr folgende Straßenabschnitte gesperrt:

  • Hammerleubsdorf – Leubsdorf K 7702

  • Hammerleubsdorf – Breitenau S 237

  • Sternmühlental K 7706