LMK wird Teil der VGE Mittelsachsen

16.06.2016

Die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK) wird Teil der Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen GmbH (VGE). Dies entschied der Kreistag im Rahmen seiner öffentlichen Sitzung am 15. Juni 2016.

„Die Mitglieder votierten damit für eine gute medizinische Versorgung im Bereich Mittweida, den Aufbau eines ambulanten Versorgungszentrums in Rochlitz und die Möglichkeit einer nachhaltigen wirtschaftlichen Stabilisierung des Hauses“, erklärt Landrat Matthias Damm. Damit wird mittelbar auch der drittgrößte Klinikbetreiber Deutschlands, die Sana Kliniken AG, Gesellschafter an der LMK. Bisher ist der Landkreis alleiniger Gesellschafter. Das bedeutet, dass die konkreten Verhandlungen über die Ausgestaltung zwischen der VGE/Sana Kliniken und dem Landrat jetzt aufgenommen werden können. Damit einher geht die Vertiefung des gemeinsamen wirtschaftlichen und medizinischen Konzepts. Zum Hintergrund: Die VGE gehört zu 74 Prozent dem Landkreis und zu 26 Prozent der Sana Kliniken AG. Diese hat mehrere Töchter, wie die Kreiskrankenhaus Freiberg gGmbH oder die Ambulante GesundheitsService GmbH Mittelsachsen – die LMK wird nun ebenfalls eine Tochter. „Wir freuen uns über die Entscheidung des Kreistages, unserem medizinischen und wirtschaftlichen Konzept zu folgen und somit die Grundlage für die Aufnahme von Verhandlungen zur konkreten Ausgestaltung der gesellschaftsrechtlichen Struktur und deren Umsetzung schafft“, so Martin Jonas, Regionalgeschäftsführer Sachsen/Franken der Sana Kliniken AG.

Zuvor liefen Gespräche mit einem weiteren potentiellen Partner, dem Landrat Damm für sein Engagement in diesem Prozess ausdrücklich dankt. Eine Sanierung in der bisherigen Konstellation war unmöglich, weil es eines Zuschusses seitens des Kreises bedurft hätte. Dies ist aber im Haushalt nicht darstellbar. Im Vorfeld sprachen sich der Aufsichtsrat und der Verwaltungs- und Finanzausschuss für den jetzt beschlossenen Vorschlag aus. Die ausschlaggebenden Punkte für die mehrheitliche Entscheidung für eine Kooperation mit den Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen waren die klare Positionierung zu Rochlitz, die Anbindung an bereits bestehende gesellschaftsrechtliche Strukturen des Landkreises und damit auch den entsprechenden Einfluss durch den Landkreis auf die Gesellschaft.

Foto: LMK/Archiv