Masern: Impfschutz überprüfen

15.04.2015

Bei Masern handelt es sich um eine hoch ansteckende, fieberhafte Viruserkrankung, die zu langwierigen Verläufen und selten auch zu schweren Komplikationen führen kann - das Gesundheitsamt des Landratsamtes empfiehlt entsprechenden Impfschutz.

Die Zeit zwischen Infektion und Auftreten der ersten Symptome (Inkubationszeit) beträgt acht bis vierzehn Tage. Die Krankheit beginnt meist mit hohem Fieber, Husten, Schnupfen, häufig Bindehautentzündung und typischen weißen Flecken der Mundschleimhaut. Nach drei bis sieben Tagen kommt es zum maserntypischen Ausschlag, beginnend hinter den Ohren und im Gesicht, welcher sich über den Körper ausbreitet. Bei schweren Verläufen können Komplikationen wie Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Durchfälle und Entzündungen des Gehirns hinzukommen. Die Ansteckungszeit beginnt drei bis fünf Tage vor Auftreten des typischen Hautausschlages und hält bis vier Tage nach Auftreten dieses Symptoms an.

Von der Sächsischen Impfkommission wird eine erste Impfung gegen Masern als Masern-Mumps-Röteln Kombinationsimpfung (MMR) bei Kindern im Alter von ein bis zwei Jahren, die zweite nach dem fünften Geburtstag empfohlen.

Auch empfängliche Jugendliche und Erwachsene müssen geimpft werden. Erforderlich ist eine zweimalige Masernimpfung (Mindestabstand vier Wochen) oder eine einmalige Impfung mit Immunitätsnachweis. In Sachsen gelten alle Personen mit Geburtsjahr 1958 und älter als immun. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Impfschutz ausreichend aufgebaut ist, sollte dies anhand seines Impfpasses überprüfen und in Zweifelsfall seinen Hausarzt oder das Gesundheitsamt befragen.