Mit der „Schulzahnärztin“ unterwegs

15.06.2016

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sind oft unterwegs um Kinder zahnärztlich zu untersuchen und die sogenannte Gruppenprophylaxe durchzuführen.

Zahnärztliche Gruppenprophylaxe bedeutet, dass Zahnärzte und Zahnarzthelferinnen vom Gesundheitsamt die Kindergärten und Schulen besuchen und hier altersgerecht Informationen über das Thema Zahngesundheit vermitteln. Außerdem wird gemeinsam das richtige Zähneputzen geübt. „Mitunter fluoridieren wir auch zur Kariesprophylaxe. Diese Einsätze werden vorwiegend von  Zahnärztinnen der Gesundheitsämter, aber auch von freiwilligen niedergelassenen Zahnärztinnen durchgeführt“, erläutert Dr. Diana Benedix, Zahnärztin vom Gesundheitsamt Mittelsachsen.

Die Maßnahmen fördert, koordiniert und finanziert die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege des Freistaates Sachsen e.V. (LAGZ). In der LAGZ haben sich im Jahr 1992 die Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen, der Körperschaften der Zahnärzte, der Kommunen und des Freistaates Sachsen zusammengefunden. In Sachsen wurde im letzten Schuljahr für 95 Prozent der Kinder zwischen 0 und 12 Jahren eine solche Gruppenprophylaxe organisiert.

Die Kinderzahl im Freistaat Sachsen nimmt wieder spürbar zu. Waren es 2003/2004 noch rund 340 000 Kinder zwischen 0 und 12 Jahren, so ist im Schuljahr 2014/2015 mit rund 410 000 Kindern in dieser Altersstufe ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. Das heißt, dass dementsprechend mehr Kinder bei der zahnärztlichen Gruppenprophylaxe und bei den Vorsorgeuntersuchungen in Kitas und Schulen betreut werden müssen. 

„Im Landkreis Mittelsachsen sind rund 30.000 Kinder von den drei Zahnärztinnen des Gesundheitsamtes jährlich zu untersuchen“, so Benedix.

Aber wie die Zahlen der  DAJ  (Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e. V.) zeigen, konnte in den letzten Jahren das Kariesrisiko in Sachsen durch die genannten Maßnahmen reduziert werden.

Im Schuljahr 2014/2015 hatten 60,6 Prozent der Sechsjährigen im Freistaat Sachsen noch nie Karies. Leider weist der Landkreis Mittelsachsen mit 58,8 Prozent einen schlechteren Wert auf.

Wenn man die Landkreise des Freistaates miteinander vergleicht, fällt auf, dass in Mittelsachsen bei nahezu allen Altersgruppen der Kinder ein höheres Kariesrisiko als beim sächsischen Durchschnitt besteht. In Dresden hingegen haben die Kinder das durchschnittlich geringste Kariesrisiko.