Mittelsachsen: Influenzasaison endet in Kürze

24.04.2019

In Kürze endet die diesjährige Influenzasaison. Mehr als 1 800 Erkrankungsfälle gab es seit Dezember 2018. Dies sind deutlich weniger als in der Vorsaison, in der rund 4 500 Meldungen das Gesundheitsamt erreichten.

„Die Dunkelziffer liegt nach Einschätzung des Gesundheitsamtes vermutlich noch höher, da nicht jeder Erkrankte den Arzt aufsucht und darüber hinaus nicht in jedem Falle eine Laboruntersuchung veranlasst wird“, erklärt der zweite Beigeordnete und Leiter des Geschäftskreises Gesundheit und Soziales Jörg Höllmüller. In dieser Saison dominierten in Mittelsachsen Influenza A-Viren. Im Februar stiegen die Erkrankungszahlen entsprechend der Saison kontinuierlich an mit bis zu 267 Meldungen in der siebten Kalenderwoche 2019. In der 16. Kalenderwoche wurden durch das Gesundheitsamt nur noch zehn neue Fälle registriert. In der vergangenen Saison erkrankten vergleichsweise viele ältere Erwachsene an Influenza. Die am häufigsten betroffenen Altersgruppen waren in der Saison 2018/2019 Kinder im Alter von 1 bis 7 Jahren und Erwachsene im Alter von 17 bis 60 Jahren.

Sieben Todesfälle im Alter zwischen 45 und 95 Jahren gab es bisher in der Saison 2018/2019.

„Die Influenza ist eine ernst zu nehmende Erkrankung und eine Impfung ist ratsam“, so Höllmüller. Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung für alle Altersgruppen ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat. Besondere Dringlichkeit zur Impfung besteht bei medizinischem Personal, chronisch Kranken, Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten, Personen über dem 60. Lebensjahr, Schwangeren, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen, Berufstätigen mit hohem Publikumsverkehr und Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln.