Mittelsächsische Nestbau-Zentrale nimmt Arbeit auf

02.02.2016

Der Landkreis Mittelsachsen initiiert mit der Nestbau-Zentrale ein Pilotprojekt, das sich aktiv um die Erhöhung der Bleibebereitschaft junger Familien und den Zuzug von Rückkehrern bemüht.

Das Projekt ist Bestandteil des regionalen Zukunftskonzeptes, mit dem sich der Landkreis Mittelsachsen Anfang 2015 erfolgreich am Bundesprogramm „Land(auf)Schwung“ beteiligte. Gleichzeitig wird mit der Nestbau-Zentrale eine Handlungsempfehlung aus dem Demografiekonzept des Landkreises umgesetzt, in dem Mittelsachsen ein anhaltender Bevölkerungsverlust diagnostiziert wird.

Die Nestbau-Zentrale konzentriert sich auf die Umsetzung zwei wesentlicher Ziele. Zum einen geht es um die Verstärkung des Standortmarketings. „Land(auf)Schwung bietet uns die einmalige Chance unsere Marketingaktivitäten nach innen und außen um ein Vielfaches zu steigern und eine hohe Aufmerksamkeit für den Arbeits- und Lebensstandort Mittelsachsen zu erzielen“, erklärt der 1. Beigeordnete des Landkreises Mittelsachsen, Lothar Beier. Zum anderen soll ein Informations- und Serviceangebot entwickelt werden, das potenziellen Nestbauern schnelle und unkomplizierte Unterstützung gewährt. Bleibebereite, potenzielle Zuzügler und Rückkehrwillige erhalten gezielte Informationen zum Leben im Landkreis Mittelsachsen. Die Nestbau-Zentrale dient als erste Anlaufstelle und nimmt Interessenten bei ihren ersten Schritten im Landkreis an die Hand.

Im 4. Quartal 2015 wurden zunächst die Grundlagen erarbeitet, die einen Start der Nestbau-Zentrale ermöglichen. Neben dem Zusammenstellen von Service-Informationen steht die Einbindung     verschiedener Partner, darunter Unternehmen, LEADER-Managements, Landkreis-Verwaltung und anderer Institutionen auf der Agenda.

Der Verein Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzella e. V. fungiert als Träger der Nestbau-Zentrale. Das erfahrene LEADER-Management um LEADER-Managerin Steffi Möller sprach sich, neben den anderen fünf LEADER-Regionen für das Projekt Nestbau-Zentrale aus und beteiligte sich aktiv an der Planung. „Wir sehen in der Nestbau-Zentrale eine Chance, um vor allem jungen Familien eine Bleibeperspektive zu eröffnen. Zukünftig werden wir uns um jeden Einwohner aktiv bemühen müssen, um den ländlichen Raum als Wohnstandort zu sichern“, stellt Veit Lindner, Bürgermeister der Stadt Roßwein und Vorsitzender des Vereins Klosterbezirk Altzella e. V. fest.

Mit der Umsetzung des Projektmanagements Nestbau-Zentrale wurde nach erfolgter Ausschreibung das Unternehmen M&M I Mediation & Marketing aus Oschatz beauftragt. Die Hauptaufgaben bestehen in der Vernetzung von Unternehmen, Gemeinden, LEADER-Managements, Ämtern und weiteren Akteuren sowie der Koordination von Serviceangeboten und dem Standortmarketing.

Kontakt für Interessierte:

Nestbau-Koordinator Stefan Oertel
M.Sc. Geographie, Stadt- & Regionalentwicklung
Rosa-Luxemburg-Straße 1, 04720 Döbeln
Lichtstraße 3, 04758 Oschatz
Tel.: 03435 6293036
E-Mail stefan.oertel@mediation-marketing.com