Mittelsächsisches Netzwerk zu Multiresistenten Erregern (MRE) gegründet

07.01.2015

In Mittelsachsen hat sich unter der Leitung des Gesundheitsamtes ein Netzwerk zum Thema Multiresistente Erreger gegründet.

Das Thema Multiresistente Erreger wird präsenter, so werden sachsenweit in Kliniken entsprechende Fälle registriert. Seit 2010 arbeitet im Freistaat ein landesweites Netzwerk gegen multiresistente Krankheitserreger unter Leitung des Sozialministeriums. Da die Zunahme der Zahl auch in Mittelsachsen zu erwarten ist, hat sich unter der Leitung des Gesundheitsamtes vor wenigen Wochen ein entsprechendes Netzwerk gegründet. Anliegen ist, gemeinsam mit Vertretern des Gesundheitswesens aktuelle Themen zu beraten, Erfahrungen auszutauschen und gezielte Präventionsmaßnahmen miteinander abzusprechen. Die Eigenverantwortung medizinischer Einrichtungen bei der Überwachung und Dokumentation solcher Infektionen ist in der Verordnung für die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen geregelt. Demnach ist unter anderem sicherzustellen, dass Patienten, von denen ein entsprechendes Risiko ausgeht, frühzeitig erkannt und Maßnahmen eingeleitet werden. „Ebenfalls zu erfassen und zu bewerten sind Daten zu Antibiotikaresistenzen und zu Art und Umfang des Antibiotikaverbrauchs sowie abzuleitender Konsequenzen für die Verordnung von Medikamenten“, erklärt Elke Kiesenbauer vom Referat Hygiene im Gesundheitsamt. Multiresistente Krankheitserreger werden durch das diagnostizierende Labor an das Gesundheitsamt gemeldet und durch dieses an die Landesuntersuchungsanstalt übermittelt. Das ermöglicht, verlässliche Erkenntnisse zum Auftreten multiresistenter Erreger zu erhalten.

Die Informationsbroschüre „Multiresistente Erreger“ des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz gibt eine Reihe von Empfehlungen zum Umgang mit MRE für Betroffene und Angehörige, in der Patientenversorgung, in der stationären und ambulanten Pflege sowie im Rettungsdienst und Krankentransportwesen. Die Broschüre ist neben weiteren Informationen auf der Internetseite des MRE-Netzwerkes Sachsen unter www.gesunde.sachsen.de/MRE.html zu finden.