Neue Bodenrichtwerte gültig

11.09.2015

Die neuen Bodenrichtwerte wurden zum Stichtag 31. Dezember 2014 ermittelt und vom Gutachterausschuss beschlossen.

Sie sind zum 1. Januar 2015 für zwei Jahre gültig und wurden für jede Gemarkung des Landkreises für die Nutzung von „Bauland“ ermittelt. Weiterhin erfolgte die Ausweisung der Werte für landwirtschaftliche Nutzflächen (Ackerland/Grünland/Wald) für jeden Gemeinde- beziehungsweise jeden Stadtbereich. 

Kaufpreissammlung erfasst Preisentwicklungen

Mit Ausweisung dieser neuen Daten wird die Entwicklung der Bodenwerte für den Auswertungszeitraum 2013/2014 dargestellt. Grundlage für deren Ermittlung ist die Kaufpreissammlung, welche in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses geführt wird. Gemäß Baugesetzbuch ist jeder Notar verpflichtet, jeden Vertrag, der die Übertragung von Eigentum an einem Grundstück regelt, in Abschrift dem Gutachterausschuss zu übersenden. In den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt 6 681 Kaufverträge erfasst und ausgewertet, was einer Steigerung zum letzten Auswertungszeitraum (2011/2012) von zirka 20 Prozent entspricht. Dabei gab es die größte Steigerung der Anzahl der Kaufverträge im Bereich der landwirtschaftlichen Nutzflächen, wo zirka 33 Prozent mehr Verträge abgeschlossen wurden.

Auch die größten Preissteigerungen waren im Bereich der landwirtschaftlichen Nutzflächen zu verzeichnen. Dabei muss darauf hingewiesen werden, dass es sich in den wenigsten Fällen um Verkäufe der Bodenverwertungs- und –verwaltungs GmbH handelte. So gab es zum Beispiel im Bereich der Verkäufe von Ackerland folgende Veränderungen: siehe Tabelle.

Bodenrichtwert im Umfeld von Freiberg am höchsten

Veränderungen auf dem Grundstücksmarkt „Bauland“ haben sich in einigen Gebieten ergeben. So zeichnet sich wie auch im vergangenen  Auswertungszeitraum ab, dass in der Stadt Freiberg sowie im näheren Umfeld von Freiberg die höchsten Erhöhungen des Bodenrichtwertes zu verzeichnen sind. Beispielsweise ist in der Richtwertzone „Freibergsdorf“ von Freiberg eine Erhöhung des Bodenrichtwertes von 87 auf 92 Euro pro Quadratmeter zu verzeichnen und im Wohngebiet „Herzog-Heinrich-Ring“ erhöhte sich der Bodenrichtwert von 94 auf 101 Euro pro Quadratmeter für Wohnbauland. In der Stadt Augustusburg konnte in der Richtwertzone „Süd“ eine Werterhöhung von 45 auf 60 Euro pro Quadratmeter registriert werden. Im Stadtgebiet Döbeln sind in fast allen Richtwertzonen Bodenwerterhöhungen von ein bis vier Euro pro Quadratmeter zu verzeichnen — in den neuen Wohngebieten gab es Preiserhöhungen von teilweise zehn Prozent. Beispielsweise stieg im Wohngebiet „Südliche Klostergärten“ der Bodenrichtwert von ehemals 77 auf 85 Euro pro Quadratmeter an. In der Stadt Mittweida stiegen in allen Richtwertzonen die Bodenrichtwerte. So erhöhte sich der Bodenwert in der Richtwertzone I um zirka zehn Prozent, in der Richtwertzone V sogar um 119 Prozent von 21 auf 46 Euro pro Quadratmeter.  

 Keine wesentlichen Veränderungen im ländlichen Raum

Im ländlichen Bereich des gesamten Landkreises gab es kaum wesentliche Veränderungen im Bodenrichtwert. Hier gab es größtenteils Schwankungen von plus/minus ein bis vier Euro pro Quadratmeter im Gegensatz zum Vorjahr. Nähere beziehungsweise konkretere Angaben hierzu erhalten Bürgerinnen und Bürger in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, wo zu den Sprechzeiten auch die entsprechenden Übersichten eingesehen werden können.

Aktueller Grundstücksmarktbericht in Arbeit

Der Grundstücksmarktbericht mit Detailangaben zum Grundstücksmarkt, Aussagen zum Liegenschaftszinssatz, zu Gebäude- und Sachwertfaktoren, den Eigentumswohnungen, den Orientierungswerten für Gartenland, Wasserflächen und mehr sowie Informationen zur Wertermittlung relevanter Daten, ist derzeit in Bearbeitung. Über die Beschlussfassung des Grundstücksmarktberichtes durch den Gutachterausschuss wird zeitnah informiert.

Kontakt: 
Geschäftsstelle Gutachterausschuss
Außenstelle Döbeln, Straße des Friedens 9 a
Tel. 03731 799-1200 
E-Mail gutachterstelle@landkreis-mittelsachsen.de

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