Neue Rettungsfahrzeuge übergeben

21.04.2017

Acht neue Fahrzeuge hat der Landkreis für den Bereich der Notfallversorgung im Wert von 850.000 Euro angeschafft. Landrat Matthias Damm übergab sie heute an die Leistungserbringer, das sind die Malteser Hilfsdienst gGmbH Dresden sowie die Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes Freiberg, Döbeln-Hainichen und Rochlitz.

Dabei handelt es sich um zwei Rettungstransportwagen und sechs Krankentransportwagen. „Der Rettungsdienst hat im Bereich der Daseinsvorsorge eine zentrale Bedeutung. Um den steigenden Anforderungen und der technischen Entwicklung zu folgen, ist es wichtig, die Technik regelmäßig zu erneuern“, erklärt Landrat Matthias Damm. Der Landkreis ist Träger des Rettungsdienstes in den Altkreisen Freiberg und Mittweida und beauftragt die Leistungserbringer mit der Durchführung. Damm nutzte den feierlichen Rahmen, um sich bei den Vertragspartnern für die enge und gute Zusammenarbeit zu bedanken: „Die Bevölkerung erhält durch die über 200 engagierten Mitarbeiter schnelle und kompetente Hilfe. Rund 64 000 Einsätze führten sie 2016 durch“, so Damm. Das entspricht einer monatlichen durchschnittlichen Anzahl von rund 2 200 Krankentransportfahrten und 2 400 Rettungseinsätzen, bei denen rund 800 Mal der Notarzt mit im Einsatz war.

Bei fünf Fahrzeugen handelt es sich um Ersatzbeschaffungen für abgeschriebene Fahrzeuge, die sieben bis acht Jahre alt sind und zirka 300 000 Kilometer unterwegs waren. Drei sind zur Erweiterung der Fahrzeugflotte vorgesehen. Dies ist durch den vom Kreistag beschlossenen Bereichsplan erforderlich, so in Frankenberg, Hainichen und Rochlitz. Damit verfügt der Landkreis inklusive Reservevorhaltungen in den Altkreisen Mittweida und Freiberg insgesamt über 26 Rettungstransportwagen, 26 Krankentransportwagen und neun Notarzteinsatzfahrzeuge. Die Kosten für die neuen Investitionen werden durch die Krankenkassen im Abschreibungszeitraum refinanziert.

Die zwei neuen Rettungstransportwagen in Kastenbauweise (RTW Typ C) kommen in den Rettungswachen Burgstädt und Frankenberg zum Einsatz. Als Basis dienen Mercedes Benz Sprinter, die mit Medizintechnik wie Beatmungsgerät, Defibrillator und Spritzenpumpe ausgestattet sind. 

Der Landkreis stationiert die sechs neuen Krankentransportwagen (KTW Typ A 2) in den Rettungswachen Burgstädt, Flöha, Freiberg, Hainichen und Rochlitz. Die Krankentransportwagen wurden auf Basis eines Volkswagen T6 ausgebaut, genutzt werden diese vorrangig für Dialysefahrten, Entlassungen oder Verlegungen.

Erstmals beschaffte der Landkreis einen Tragstuhl mit elektrischem Raupenantrieb, der den Transport von Patienten über mehrere Treppen erheblich erleichtert und testweise im Bereich Burgstädt eingesetzt wird. 

Alle Fahrzeuge sind parallel zu den analogen Funkgeräten mit TETRA-Fahrzeugfunkgeräten ausgestattet, die Rettungstransportwagen verfügen zudem über TETRA-Handsprechfunkgeräte, sodass eine Umstellung auf BOS-Digitalfunk zum gegebenen Zeitpunkt ohne größere Ausfallzeiten der Fahrzeuge zu realisieren ist.

Standorte
  • Rettungswachen Freiberg (mit der Außenstelle Brand-Erbisdorf), Dittmannsdorf, Mulda, Clausnitz, Flöha und Eppendorf, betrieben vom DRK-Kreisverband Freiberg e. V.

  • Rettungswachen Hainichen, Mittweida und Frankenberg, betrieben vom DRK-Kreisverband Döbeln-Hainichen e. V.

  • Rettungswachen Rochlitz (mit der Außenstelle Geringswalde) und Penig, betrieben vom DRK-Kreisverband Rochlitz e. V.

  • Rettungswache Burgstädt, betrieben von der Malteser Hilfsdienst gGmbH Dresden

Der Altkreis Döbeln gehört zum Rettungszweckverband der Versorgungsbereiche Landkreis Leipzig und Region Döbeln (Landkreis Mittelsachsen).