Neue Rettungswache zur Nutzung übergeben

04.03.2014

Der Rettungswagen in Hainichen rückt ab Samstag von der Mittweidaer Straße 104 aus. Auf dem Gelände der Straßenmeisterei entstand in den vergangenen Monaten eine neue Rettungswache. Landrat Volker Uhlig übergab sie am 3. März zur Nutzung an den Kreisverband Döbeln-Hainichen des Deutschen Roten Kreuzes.

Die Kosten liegen bei rund 1,18 Millionen Euro. Nötig wurde der Bau durch die Ausschreibung der Leistung Rettungsdienst in diesem Jahr. Eine Vorrausetzung dabei ist, dass der Landkreis Träger, Eigentümer oder Mieter der Wache ist. Die derzeitige Station in der Feldstraße in Hainichen gehört dem Leistungserbringer. Die Kosten für die Investition werden zum Großteil von den Krankenkassen getragen. Untergebracht werden im Neubau zwei Rettungs- und zwei Krankentransportwagen sowie zwei Reservefahrzeuge. Das neue Gebäude beherbergt auch eine Waschgarage mit Desinfektions-  sowie Aufenthalts-, Umkleide-, Sanitär- und Lagerräumen. „Der Rettungsdienst ist eines der zentralsten Elemente der Daseinsvorsorge. Moderne Strukturen und Bedingungen auch für die Mitarbeiter sind sehr wichtig“, unterstreicht Landrat Volker Uhlig. Der Standort bietet unter anderem durch seine zentrale Lage enorme Vorteile. Parallel erfolgt in Rochlitz ebenfalls der Bau einer Rettungswache im Hinblick auf die Ausschreibung. Im Sommer geht diese in Betrieb. „Ein weiteres Hochbauprojekt werden wir ebenfalls in diesem Jahr abschließen, den Bau der Amtswerkstatt auf dem Gelände der Straßenmeisterei Hainichen“, erklärt Uhlig. Weitere direkte Neubauten sind in den kommenden Jahren nicht geplant.

Fakten:
Der Landkreis ist Träger des Rettungsdienstes in den Altkreisen Freiberg und Mittweida. Im Bereich Döbeln hat der Rettungszweckverband die Trägerschaft inne. Im März 2013 begann der Bau der Rettungswache (RW) mit sechs Stellflächen und einer Waschgarage mit Desinfektionsraum sowie den dazugehörigen Aufenthalts-, Umkleide-, Sanitär- und Lagerräumen, welches einen 35,4 Meter langen eingeschossigen Baukörper ergab. Ein Teilbereich der RW wurde zweigeschossig konzipiert, wo sich Aufenthalts-, Sanitär- und Arbeitsräume befinden. Bedingt durch die Forderung zum Einsatz erneuerbarer Energien kommt als Gebäudeheizung eine Luft-Wärmepumpe mit zirka 35 kW zum Einsatz. Zusätzlich wurde eine Brennwerttherme auf Erdgasbasis installiert. Geschaffen wurden sechs Fahrzeugstellplätze mit rund 230 m², eine Waschgarage, ein Desinfektionsraum, Lagerräume für Kfz und Medizinisches Verbrauchsmaterial sowie ein Apothekenraum (alles im Untergeschoss). Im Obergeschoss befindet sich ein rund 40 m² großer Aufenthaltsraum mit Küche, zwei Ruheräume, ein Büro für den Wachenleiter sowie Umkleide- und Sanitärräume. Nach der feierlichen Übergabe am 3. März 2014, wird der Rettungsdienst des DRK Kreisverbandes Döbeln-Hainichen e. V. am 8. März 2014 von der alten Rettungswache auf der Feldstraße umziehen in die neue Rettungswache auf der Mittweidaer Straße 104. Rettungswachen befinden sich in Freiberg mit der Außenstelle Brand-Erbisdorf, Mulda, Clausnitz, Dittmannsdorf, Flöha, Eppendorf, Mittweida, Frankenberg, Hainichen, Rochlitz mit Außenstelle Geringswalde, Penig und Burgstädt

Im Bereich Freiberg und Mittweida wurden 2013 zirka 62 200 Einsätze durchgeführt, die von der Leitstelle in Freiberg koordiniert werden. Das entspricht einer monatlichen Zahl von 2 300 Krankentransportfahrten und 2 100 Rettungseinsätzen, 700 Mal wurde der Notarzt hinzugerufen. Im Altkreis Döbeln gab es über 6 000 Rettungs- und gut 6 700 Krankentransporteinsätze. Sie wurden durch die Leistelle Grimma disponiert.