Noch kein Fall des Corona-Virus in Mittelsachsen

30.01.2020

Das Gesundheitsamt in Mittelsachsen wird über wesentliche Belange vom Robert-Koch-Institut und den Behörden des Freistaates Sachsen informiert. Noch gibt es keinen Fall in Mittelsachsen. „Der Virus ist neu und wir können selbst keine Tests vornehmen“, erklärt der stellvertretende Amtsarzt Andreas Gabriel.

Er empfiehlt „Verdachtsfällen“, das sind Personen mit Atemwegssymptomen wie Fieber und Husten in Verbindung mit einer kürzlich durchgeführten Reise in ein Risikogebiet, die Infektionsklinik in Chemnitz oder die Uni-Klinik Leipzig vor einem Besuch anzurufen. Gegebenenfalls entscheiden diese dann, den Patienten zur Untersuchung in einem Krankenhaus oder in einer der speziellen Fachkliniken in Chemnitz oder Leipzig vorzustellen.

Patienten, welche nicht als Verdachtspersonen zu betrachten sind, beispielsweise mit Atemwegsinfekt und Aufenthalt auf einem Flughafen, können je nach Schwere der Erkrankung zum Hausarzt beziehungsweise in eine Notfallambulanz zur Abklärung gehen. Dort kann eine reguläre Virusdiagnostik erfolgen. Vorsorgliche Untersuchungen dort sind nicht sinnvoll, da Proben parallel aus den oberen und den tiefen Atemwegen entnommen werden müssten. Dies ist aufwendig und unangenehm.

Ein alleiniger Abstrich aus den oberen Atemwegen (Nasen- Rachen- Bereich) ist nicht zum Ausschluss einer Infektion geeignet. Eine vorsorgliche Untersuchung wäre zudem keine Leistung der Krankenkassen.

„Im Fall einer Erkrankung im Kreis werden wir uns mit den Fachbehörden auf Landesebene in Verbindung setzen‘“, betont Gabriel.

Das Robert-Koch-Institut aktualisiert ständig die Informationen und Handlungsempfehlungen unter www.rki.de