Planungen zur Kreisstraße 8296 schreiten voran – Baustart in diesem Jahr

03.03.2014

Die Vorbereitungen für die Beseitigung der Hochwasserschäden an der Kreisstraße 8296 bei Grunau schreiten voran.

Am 27. Februar hat das Landratsamt die technische Planung hierfür vorgestellt. An der Beratung nahmen unter anderem Vertreter der Stadtverwaltung Roßwein, der Gemeindeverwaltung Striegistal, Vertreter der Bürgerinitiative Grunau, Mitglied des Landtages Sven Liebhauser, Dr. Bothe vom Planungsbüro und natürlich Vertreter der Landkreisverwaltung mit dem 1. Kreisbeigeordneten Dr. Manfred Graetz an der Spitze teil.

Kernstück der Planungen sind zwei über 100 Meter lange Bohrpfahlstützwände, die in Zukunft vor allem die Erosion des Straßenkörpers durch die Striegis verhindern sollen. Diese, auch von den Beratungsteilnehmern als Vorzugsvariante beurteilte Lösung, gewährleistet eine nachhaltige Beseitigung der Hochwasserschäden. Zudem wird das im Wiederaufbauplan dem Landkreis vorgegebene finanzielle Budget eingehalten. Das Juni-Hochwasser verursachte mit rund zwei Millionen Euro in Grunau den größten Schaden an einer Kreisstraße. Teile der Straße wurden weggespült, weitere Abschnitte sind akut abbruchgefährdet. Da die vorliegende Planung bereits Grundlage für die Abstimmung mit zahlreichen Fachbehörden war und auch von den anwesenden Gemeindevertretern als sinnvoll beurteilt wurde, geht das Landratsamt davon aus, dass an dieser Vorzugslösung keine grundsätzlichen Änderungen mehr zu erwarten sind.

Bei den nächsten Etappen für die Vorbereitung der Hochwasserschadensbeseitigung handelt es sich unter anderem um die statischen Berechnungen der Stützwände, die Erstellung der abschließenden Planungsunterlagen, die Beantragung der bereits in Aussicht gestellten Fördermittel und die Ausschreibung der Bauleistungen. Diese Etappen können teilweise parallel abgearbeitet werden. Mit einem Baubeginn rechnet das verantwortliche Planungsbüro im dritten, spätestens im vierten Quartal. Der Bau wird in zwei Abschnitte gegliedert werden. Zunächst sollen die Stützwände entstehen und danach wird die Fahrbahn gebaut. Letzteres wird wahrscheinlich 2015 realisierbar sein. Die Beibehaltung der Vollsperrung ist allerdings unausweichlich. Das Planungsbüro zeigte deutlich auf, dass der Baugrund der vorhandenen Straße so marode ist, dass eine provisorische Reparatur oder eine teilweise Straßenfreigabe nicht zu verantworten sei.

In der offenen und sachlichen Beratung wurde unterstrichen, dass eine schnellstmögliche Lösung der Probleme nur erreichbar ist, wenn Kreisverwaltung, Gemeindeverwaltungen und betroffene Bürger zusammenarbeiten. Ganz in diesem Sinne sagte das Landratsamt zeitnah weitere Abstimmungsberatungen zu.