PlusBus-Netz startet in Mittelsachsen

08.08.2019

Der öffentliche Personennahverkehr ist in Mittelsachsen um ein Angebot reicher: Am 17. August startet das PlusBus-Netz in Mittelsachsen – auf den Linien 650 zwischen Chemnitz und Penig und 750 zwischen Freiberg und Döbeln.

PlusBus ist ein deutschlandweites Qualitätskriterium im Nahverkehr und steht für einen regelmäßigen Takt, optimierte Umsteigebeziehungen zum Zug beziehungsweise zu weiteren Buslinien.  „Wir freuen uns, diese Verbindungen so aufzuwerten und damit ein erweitertes bzw. neues Angebot vorzuhalten“, so Landrat Matthias Damm. Mobilität im ländlichen Raum sei enorm wichtig. „Schon im Vorfeld erfüllten die zwei Linien weitestgehend die Kriterien des PlusBus“, sagt REGIOBUS-Geschäftsführer Michael Tanne. Verbesserungen ergeben sich am Abend sowie an den Wochenenden. So sei vorgesehen, dass die 650 abends bis 23 Uhr in der Woche und bis 24 Uhr am Wochenende fährt.  Tanne: „Die Linie 750 fährt nun kontinuierlich am Wochenende im Zweistundentakt, was ebenfalls eine Angebotsverbesserung darstellt.“ Damm  ergänzt, dass es im Landkreis noch weitere PlusBus-Linien geben soll, wie zwischen Mittweida und Frankenberg  oder zwischen Mittweida und Rochlitz. „Das sieht der beschlossene Nahverkehrsplan so vor. Entscheidend ist aber die Finanzierung, hier sind wir auf die Unterstützung des Freistaates angewiesen“, so Landrat Matthias Damm. Nach Ansicht des Landrates erfährt der ÖPNV in den letzten Monaten nicht zuletzt durch die Klimadebatte eine besondere Aufmerksamkeit und er unterstreicht: „Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) und REGIOBUS sind wir bestrebt das Nahverkehrsangebot auf der Schiene und der Straße auf hohem Niveau zu halten und natürlich auch zu verbessern.“ Insgesamt ist das durch REGIOBUS bediente Streckennetz 4.120 Kilometer lang mit rund 4.000 Haltestellen. Außerdem gibt es in Mittelsachsen mehrere Eisenbahnverbindungen. Rund 200 Kilometer Gleis durchziehen den Landkreis.

Foto: REGIOBUS