Projekte zur Förderung der Demokratie bewilligt

20.03.2019

Der Begleitausschuss hat am Dienstagabend die Verteilung der Fördermittel im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes beschlossen. Die zur Verfügung stehenden 145.000 Euro sind nahezu komplett untersetzt. Es erhielten 28 Projekte einen Zuschlag, 31 wurden mit einem Volumen von rund 170.000 Euro eingereicht.

„Daran spüren wir deutlich, welche Präsenz die Themen Demokratie und Toleranz im Landkreis haben, und dass sich viele auf dem Gebiet engagieren“, erklärt Katrin Dietze von der Stabsstelle Extremismusbekämpfung des Landratsamtes Mittelsachsen. Unterstützt wird sie in ihrer Arbeit von der Freiberger Agenda e.V. als externe Fach- und Koordinierungsstelle. Der Verein arbeitet außerdem direkt an der Vernetzung, der Koordinierung von Präventionsveranstaltungen in Schulen und dem Aufbau von Kinder- und Jugendparlamenten. In den vergangenen Jahren sind diese in Mittweida, Flöha und Döbeln entstanden. „Weitere sind langsam in Entstehen. Im Juni planen wir ein Treffen mit allen Parlamenten des Kreises durchzuführen“, so Katrin Dietze.

In der Gesamtschau der eingereichten Vorhaben heben sich die Aktivitäten von Schulfördervereinen hervor. Anträge kamen von der Grund- und Oberschule Seelitz, dem Beruflichen Schulzentrum Döbeln, der Förderschule Rochlitz, dem Gymnasium Hartha und der Oberschule Leisnig. Dietze: „Sie planen Workshops zur Gewaltprävention, zur Förderung des Klassenklimas und des Zusammenhalts. Gerade in Zeiten, in denen viel über Mobbing und Gewalt gesprochen wird, ist dies ein guter Ansatz“, so Dietze. Workshops im Zusammenhang mit Diskriminierung plant der Muldentaler Jugendhäuser e.V.. Dieser möchte auch das Projekt Farbspielplatz umsetzen. Dabei arbeiten die Akteure an einem Kunstwerk, ohne zu sprechen. Das Gemeinschaftswerk Frankenberg wird für die Entstehung von Theaterstücken zu aktuellen Themen und bei der Organisation der Jugendkulturtage finanziell unterstützt. Die geschichtliche Aufarbeitung ist ein weiterer Aspekt der Projekte, die vom Begleitausschuss bewilligt worden sind. Das Gremium setzt sich aus Kreisräten, Vertretern von Vereinen, Institutionen und Behörden zusammen. Unter anderem wird der Geschichtsverein Rossau gefördert. Er arbeitet Schicksale von Einwohnern in den beiden Weltkriegen auf und die Kirche in Burgstädt erinnert mit Veranstaltungen an das Jubiläum „30 Jahre friedliche Revolution.“ 5.000 Euro sind für kleinere Projekte vorgesehen, die sich noch im Jahr ergeben. Nach Angaben Dietzes wurden mit dem sogenannten Kleinprojektefonds in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht, da man mit diesem flexibel ist und kurzfristig Ideen und Vorhaben unterstützen kann.

Die Gelder setzen sich aus Kreis-, Landes- und Bundesmitteln zusammen. Allein 100.000 Euro kommen über das Programm „Demokratie leben“, welches eigentlich in diesem Jahr ausläuft. „Wir haben aber Signale aus Berlin, dass es entfristet wird und wir damit auch eine Perspektive in der Finanzierung haben“, so Katrin Dietze abschließend.

Lokaler Aktionsplan

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