Schlaglöcher werden repariert

10.02.2017

Die Straßenmeistereien sind in Mittelsachsen unterwegs um erste Straßenschäden in Folge des Winters zu reparieren. Den Gesamtumfang der Straßenschäden kann man erst sehen, wenn der Frost aus dem Boden raus ist. Dann treten die eigentlichen Schäden auf.

Hintergrund:

Tauen die eingeschlossenen Eislinsen, die zuvor zu Straßenhebungen geführt haben auf, entweicht überschüssiges Wasser. Der entstandene Hohlraum kann dann zum Riss oder Loch in der Fahrbahn werden. Soviel kann man aber sagen, dass ein häufiger Wechsel von Frost und Tauwetter die Straßen sehr stark beansprucht, vor allem eher in den tieferen Lagen. In den höheren Gebieten gibt es bekanntlich mehr Dauerfrost.

Schon jetzt werden erste zum Teil schwerere Schäden sichtbar. Dies betrifft vor allem die Straßen, in deren Körper es immer wieder Eingriffe gab und die ohnehin schon einen sehr schlechten Zustand hatten. „Da die Wetterprognosen weiterhin Temperaturen um den Gefrierpunkt vorhersagen, wird die Schädigung fortschreiten. Erst dauerhaft höhere Temperaturen machen dann konkret weitere Schäden sichtbar. Es ist aber jetzt schon sicher, dass die Schäden größer werden, als im vergangenen Jahr“, erklärt der zuständige Referatsleiter Dirk Schlimper.

Größere Schäden durch Schlaglöcher gibt es beispielsweise an den

  • Bundesstraßen 169 in Döbeln, 171 in Ullersdorf, 107 in Auerswalde, 173 in Niederschöna,

  • den Staatsstraßen 206 in der Ortslage Brand-Erbisdorf, 36 in Fischendorf, 207 in Neuhausen, 200 in der Ortslage Altmittweida, 200 in Schweikerhain und den

  • Kreisstraßen 7794 in Hirschfeld, 7530 in Technitz, 7733 in Hennersdorf, 8251 in Altmittweida, 8212 in Falkenhain und viele andere mehr.

Ende März/Anfang April werden alle Schäden des Winters aufgenommen. Dann findet eine Befahrung auf den Bundes- und Staatsstraßen gemeinsam mit dem Landesamt und auf Kreisstraßen durch den Landkreis allein statt. Gemeinsam mit dem Landesamt wird dann der Bedarf definiert, auf welchen Bereichen Fahrbahnerneuerungen durchgeführt werden, das heißt es werden Teile der Straße abgefräst und eine neue Deckschicht in Teilabschnitten bis 200 Meter einspurig gezogen. Es werden aber auch die  Abschnitte der „normalen“ Flickung festgelegt. Die normale Flickung, bei der Schlaglöcher gefüllt werden, kann noch nicht erfolgen. Die Mischwerke öffnen in der Regel je nach Witterungslage erst wieder im April. Große beziehungsweise gefährliche Schadstellen werden schon jetzt in Stand gesetzt, hierzu wird sogenanntes Kaltmischgut verwendet. Schlimper: „Dies hält nicht lange, aber stellt eine provisorische Verbesserung dar. Jede Woche wird das Straßennetz zwei Mal durch die Mobile Straßenaufsicht befahren, damit kann bei Schadstellen auch umgehend gehandelt werden.“ 

Foto: Andrea Funke