Schulsozialarbeit wird ausgebaut

17.05.2017

Die Schulsozialarbeit soll im Freistaat Sachsen und damit auch im Landkreis ausgebaut werden. Dies ist der Kern des regionalen Gesamtkonzepts zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit im Landkreis Mittelsachsen, welches am 15. Mai im Jugendhilfeausschuss behandelt wurde.

Hintergrund ist eine neue Förderrichtlinie des Freistaates zur Schulsozialarbeit. Um die Landesförderung in Anspruch nehmen zu können, hat der Landkreis ein regionales Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit zu erstellen. Aktuell wird in Mittelsachsen bereits an insgesamt 27 Schulen mit fast 24 Vollzeitstellen Schulsozialarbeit durchgeführt und aus verschiedenen Fördertöpfen – entweder über den Landkreis im Zusammenwirken mit der Förderrichtlinie Jugendpauschale, den Europäischen Sozialfonds oder das Förderprogramm des Landes „Chancengerechte Bildung“ – gefördert. „Ziel der Weiterentwicklung ist immer, eine dauerhafte Finanzierung und damit Sicherung einmal aufgenommener Projekte zu ermöglichen“, so Heidi Richter, Leiterin der Abteilung Jugend und Familie. Zum Schuljahresstart im August 2017 sollen zehn Projekte, die über den Landkreis und die Jugendpauschale ihre Gelder erhalten sowie drei Projekte aus dem Europäischen Sozialfonds in die neue Förderrichtlinie des Freistaates überführt werden. Außerdem soll an weiteren Schulen Schulsozialarbeit eingeführt werden: Oberschule Eppendorf, Oberschule Rechenberg-Bienenmühle, Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg, Pestalozzi-Oberschule Hartha und die Diesterweg-Oberschule Burgstädt. „Der jeweilige Stellenumfang wird aus dem Bedarf vor Ort, aus den Schülerzahlen und unter Beachtung der Anzahl der sogenannten DAZ-Klassen abgeleitet“, so die Abteilungsleiterin. In den DaZ Klassen (Deutsch als Zweitsprache) lernen gemeinsam Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. 

Zum 1. Januar 2018 wird der Teil der Projekte (14), der über das Landesprogramm „Chancengerechte Bildung“ läuft, überführt. „Somit haben wir dann eine Förderquelle und auch einheitliche Förderkriterien. Bisher musste diese an die Rahmenbedingungen des entsprechenden Programms angepasst werden“, erklärt Richter.  

Abschließend betont Heidi Richter, die guten Erfahrungen, die mit den Angeboten gemacht wurden: „Schulsozialarbeit trägt dazu bei, soziale Benachteiligungen und individuelle Beeinträchtigungen zu überwinden, die schulische Ausbildung und den Übergang zum Beruf sowie die soziale Integration von Schülerinnen und Schülern zu fördern.“