Selbst aktiv werden gegen Krebs

03.02.2017

„Wir können. Ich kann.“ ist das diesjährige Motto des Weltkrebstages am 4. Februar. Die am Kampf gegen Krebs beteiligten Organisationen möchten so deutlich machen wie sich jeder Einzelne, aber auch die Gemeinschaft, engagieren kann. Der Weltkrebstag bietet eine Gelegenheit, den eigenen Lebensstil und den des Umfelds zu reflektieren und aktiv im Kampf gegen Krebs zu werden.

Darmkrebs als eine der häufigsten Krebsarten

Vor einer der häufigsten Krebserkrankungen kann sich jeder aktiv schützen: dem Darmkrebs.

Darmtumore sind in Deutschland bei Frauen die zweit- und bei Männern die dritthäufigste Krebsart. Über 60 000 Menschen erkranken und 25 000 sterben jedes Jahr daran. Das Gute an der Krebsart hinsichtlich Diagnostik und Therapie ist, dass sie langsam wächst; das Heimtückische, dass Darmtumore immer bösartig sind. Eine vorsorgliche Darmspiegelung trägt wirksam dazu bei, Erkrankungs- und Sterbezahlen zu verringern. Seit 2002 haben Menschen ab 55 Jahren Anspruch auf zwei vorsorgliche Dickdarmspiegelungen (Vorsorge-Koloskopien), die in einem Abstand von zehn Jahren angeboten werden. Bösartige Geschwülste und deren Vorstufen können so frühzeitig erkannt und entfernt werden. Im Vorfeld der Darmspiegelung kann der Stuhl ab dem Alter ab 50 bis zum vollendeten 55. Lebensjahr einmal jährlich auf Blut untersucht werden. Sofern man sich gegen eine Koloskopie ab 55 Jahren entscheidet, kann der Stuhl ab dem 56. Lebensjahr alle zwei Jahre auf Blut untersucht werden. Krebsvorstufen lassen sich mit der Stuhluntersuchung allerdings nicht zuverlässig aufspüren. Die Kosten beider Varianten der Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchungen werden von den Krankenkassen übernommen.

Beratungsstelle für von Krebs Betroffene und Angehörige

Das Gesundheitsamt Mittelsachsen bietet von Krebs Betroffenen und deren Angehörigen eine Unterstützungsmöglichkeit in Form der Psychosozialen Beratungsstellen an. Die Mitarbeiterinnen dieser Beratungsstellen stehen Betroffenen und deren Angehörigen zur Seite und helfen bei der aktiven Auseinandersetzung mit der vorliegenden Krebserkrankung sowie bei erforderlichen Umstrukturierungen des alltäglichen Lebens. Sie informieren und unterstützen bei psychischen und sozialen Belastungen und beantworten fachkundig Fragen, beispielsweise zum Schwerbehindertenausweis, zu finanzieller Unterstützung, Rehabilitationsmaßnahmen, Berentung sowie zu versicherungs- und arbeitsrechtlichen Hilfen. Zu den Netzwerkpartnern der Beratungsstellen gehören niedergelassene Ärzte, Kliniken, Pflegedienste, Sozial- und Versicherungsämter, Krankenkassen und Rentenversicherungsträger. Die Beratungen sind für Ratsuchende kostenfrei. Haus- und Klinikbesuche sind möglich, telefonische Terminvereinbarungen zwingend erforderlich. 

Kontaktdaten zu den Beratungsstellen im Gesundheitsamt Mittelsachsen

Internet Psychosoziale Tumorberatungsstelle im Gesundheitsamt