Tag der Winterbereitschaft

06.10.2017

Für rund 500.000 Euro hat das Landratsamt in diesem Jahr neue Technik für die Straßenmeistereien angeschafft, die im Winterdienst eingesetzt werden.

Dazu gehören ein LKW, ein Unimog sowie zwei neue Streumaschinen. Dies teilte Landrat Matthias Damm beim diesjährigen Tag der Winterbereitschaft mit. Er wurde gestern in der Straßenmeisterei Hainichen offiziell für den gesamten Landkreis begangen. Dabei wird die einzusetzende Technik final geprüft und abgenommen. Bis zu 54 Fahrzeuge sind auf Bundes-, Staats- und Kreisstraßen unterwegs. „Mit unseren 24 eigenen Fahrzeugen könnten wir den Winterdienst nicht realisieren, deshalb sind die beauftragten Firmen und deren Mitarbeiter so wichtig. Wir freuen uns, dass wir wieder auf den Stamm vom vergangenen Jahr zurückgreifen können“, erklärt der zuständige Fachbereichsleiter in der Abteilung Straßen Dirk Hänel.

Mittelsachsen verfügt über sechs Straßenmeistereien, die sich in Hainichen, Freiberg, Döbeln, Mühlau, Brand-Erbisdorf und Rochlitz befinden. Jeder Standort verfügt über ein Salzlager, hinzukommen noch zwei Lager in Clausnitz und Neudorf. Sie haben eine Gesamtkapazität von 8 200 Tonnen. „Wir haben alle aufgefüllt und können bei Bedarf Streugut jederzeit nachordern“, erklärt Hänel.  Der Ausschuss für Umwelt und Technik entschied in seiner Sitzung im September über die Vergabe der Lieferleistungen durch die Firma Deutscher Straßen-Dienst GmbH Hannover. Auf der Grundlage der vergangenen drei Jahre wurden für den Winter rund 12 000 Tonnen gebunden, weitere 2 000 Tonnen sind für die Befüllung der Lager im Sommer gedacht. Bei dem Streusalz handelt es sich übrigens um Natriumchlorid, was aber angefeuchtet wird, da dann die Tauwirkung schneller einsetzt – diese Sole hat einen niedrigeren Gefrierpunkt als Eis. In der vergangenen Saison waren die Meistereien durchschnittlich 100 Tage im Einsatz, die meisten Einsätze verbuchte die Meisterei Brand-Erbisdorf mit 125 Tagen. „Es ist eine enorme Leistung der Mitarbeiter und Kollegen der Unternehmen, die in der kalten Jahreszeit erbracht wird. Durch ihre Arbeit erhöhen sie die Sicherheit auf unseren Straßen und ich wünsche ihnen stets unfallfreie und gute Fahrt“, so Landrat Matthias Damm. Er appelliert an die Autofahrer, deren Fahrweise stets der Witterung anzupassen und eine entsprechende Bereifung zu nutzen. Insgesamt betreut der Landkreis im Rahmen der technischen Unterhaltung ein 1 600 Kilometer langes Netz an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen, in der Stadt Freiberg nur die Bundesstraßen. In diesen Tagen beginnen die Meistereien mit dem Aufbau der Schneezäune an neuralgischen Stellen. Hänel: „Sie können die Auswirkungen von Verwehungen minimieren, aber nicht gänzlich verhindern.“ Die Zäune haben eine Gesamtlänge von 60 Kilometern. In der Regel ist der Winterdienst von 03:00 bis 22:00 Uhr im Einsatz.

Landrat Matthias Damm bei der Eröffnung der Winterdienstsaison 2017.