Tourismus gemeinsam weiterdenken: Zehn Kommunen entwickeln Ideen für die mittelsächsische Erzgebirgsregion

08.07.2026

Wie kann sich die mittelsächsische Erzgebirgsregion als attraktives Ganzjahres-Reiseziel weiterentwickeln? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 45 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Tourismus und Regionalentwicklung bei einer Visions- und Ideenwerkstatt Ende Juni in Mulda.

Im Mittelpunkt standen konkrete Projekte zur Stärkung der touristischen Infrastruktur. Diskutiert wurden unter anderem die Weiterentwicklung der Blockline und des Kammwegs, attraktive Rast- und Aufenthaltsplätze, Trekking- und Wohnmobilangebote, Aussichtspunkte sowie neue Freizeit- und Naturerlebnisse. Auch die bessere Vernetzung und Vermarktung der Museen und Welterbe-Angebote sowie eine einheitliche Besucherinformation waren wichtige Themen.

Ziel ist es, die touristischen Stärken der einzelnen Orte sinnvoll miteinander zu verbinden, neue Besuchsanlässe zu schaffen und den Ganzjahrestourismus in der Region nachhaltig zu stärken. Dabei sollen sich die Kommunen mit ihren Angeboten ergänzen und gemeinsam ein attraktives touristisches Gesamtangebot entwickeln.

Die Ergebnisse der Werkstatt fließen nun in die laufende Machbarkeitsstudie zur touristischen Entwicklung der ost- und mittelsächsischen Erzgebirgsregion ein. Die Studie wird im Auftrag des Landkreises Mittelsachsen von der ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH gemeinsam mit der TourKonzept eG erarbeitet. In den kommenden Monaten werden die Projektideen fachlich bewertet, priorisiert und hinsichtlich ihrer Fördermöglichkeiten geprüft.

„Mit der Machbarkeitsstudie schaffen wir erstmals eine gemeinsame Grundlage, um den Tourismus in unserer Region strategisch weiterzuentwickeln. Entscheidend wird sein, dass wir die in Aussicht gestellten Fördermittel vom Freistaat Sachsen bekommen und die Projekte gemeinsam Schritt für Schritt umsetzen und die Stärken unserer Kommunen sinnvoll miteinander verbinden. So entsteht eine Region, die für Gäste noch attraktiver wird und gleichzeitig die Lebensqualität unserer Einwohner stärkt“, sagt Michael Funke, Bürgermeister der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle, der die Initiative für die Machbarkeitsstudie angestoßen hat.

Foto: Gemeindeverwaltung Mulda