Trockenheit hält weiter an – Zurückhaltung bei Wasserentnahme ist geboten

16.11.2018

Die Trockenheit macht bereits ab Frühjahr in  den Gewässern, dem Ökosystem und bei einem Teil der Wassernutzen unmittelbar bemerkbar. Die Spätfolgen bzw. Auswirkungen der langanhaltenden Phase ohne ergiebigen/nachhaltigen Niederschlag können nur schwer eingeschätzt werden.

Aus Gründen des Wohls der Allgemeinheit, insbesondere der Ordnung des Wasserhaushalts und des Schutzes der Natur wurde seitens der unteren Wasserbehörde entschieden, eine Allgemeinverfügung (15. August 2018) zu erlassen. Negativen Beeinträchtigungen und somit möglicherweise einer Verstärkung der angespannten Situation wurde somit vorgebeugt. Die Allgemeinverfügung umfasste dabei die Beschränkung des Eigentümer- und Anliegergebrauchs an oberirdischen Gewässern, der sonst gesetzlich geregelt ist und keiner wasserrechtlichen Erlaubnis bedarf.

„Die Allgemeinverfügung wurde von den Bürgern und Unternehmen wahrgenommen und weitestgehend entsprechend berücksichtigt. Viele Betroffene nahmen Kontakt mit der unteren Wasserbehörde auf und baten um wasserrechtlichen sowie fachlichen Rat“, so der erste Beigeordnete Dr. Lothar Beier.  

Eingegangene Anzeigen wurden geprüft und soweit erforderlich – also wenn eine unerlaubte Gewässerbenutzung/Wasserentnahme erfolgte, verwaltungsrechtlich aufgearbeitet. Insgesamt sind zehn Verfahren eingeleitet worden, noch keins ist abgeschlossen. Vordergründig handelt es dabei um Privatpersonen, insbesondere im Hinblick auf Gartenbewässerung.

Auch wenn die Allgemeinverfügung ab dem 6. Oktober 2018 nicht mehr wirksam ist, dürfen Eigentümer oder Anlieger von Gewässergrundstücken nur dann erlaubnisfrei Wasser aus den Bächen und Flüssen entnehmen, wenn dadurch keine negativen Beeinträchtigungen für die Gewässerökologie zu befürchten sind. „Andere“ Gewässerbenutzungen bleiben grundsätzlich erlaubnispflichtig. „So beispielsweise ist Schöpfen erlaubt, Wasserentnahme mittels Pumpe und das Anstauen von Wasser bleibt verboten“, so Dr. Beier weiter.

Beier appelliert: „In jedem Fall sind alle weiterhin aufgerufen die Wasserentnahmen immer an die natürlichen Gegebenheiten anzupassen und Gewässer mit gewissenhafter Zurückhaltung zu benutzen.“