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17.12.2025
Mit dem modernen Neubau wird die notfallmedizinische Versorgung in der Region nachhaltig gestärkt und auf den neuesten Stand gebracht.
Die neue Rettungswache ersetzt den bisherigen Standort in Naußlitz, der den aktuellen Anforderungen an den Betrieb einer Rettungswache nicht mehr entsprach. Der neue Standort verfügt über eine ebenso gute verkehrstechnische Anbindung und ermöglicht weiterhin schnelle Hilfsfristen. Gleichzeitig profitieren die Mitarbeitenden von deutlich verbesserten Arbeitsbedingungen im neuen Gebäude.
„Das bisher genutzte Gebäude in Naußlitz war längst nicht mehr zeitgemäß. Schon seit 2015 haben wir intensiv nach einer tragfähigen Lösung gesucht, die den heutigen Anforderungen entspricht und gleichzeitig zukunftsfähig ist. Heute sehen wir das Ergebnis dieser gemeinsamen Anstrengung: eine moderne, den aktuellen Vorschriften entsprechende Rettungswache, die den Einsatzkräften optimale Bedingungen bietet“, so Landrat Sven Krüger.
Der Landkreis hatte das Grundstück im Gewerbegebiet bereits 2021 erworben. Die Gesamtkosten des Neubaus betragen rund 2,685 Millionen Euro und werden über die Krankenkassen refinanziert. Ein wesentlicher Vorteil im Bauprozess war die enge Zusammenarbeit mit ortsansässigen Unternehmen wie der Werner Stowasser Bau GmbH, Gerüstbau Gemeinhardt und Söhnel Elektroanlagen.
Das Gebäude befindet sich auf einem 2.885 Quadratmeter großen Grundstück und bietet Platz für zwei Rettungswagen, eine Waschgarage sowie umfangreiche Sozial-, Funktions- und Lagerräume. Hervorzuheben ist das nachhaltige Energiekonzept, das unter anderem den Einsatz spezieller wärmedämmender Ziegel, eine Photovoltaikanlage auf dem Flachdach, die Nutzung des erzeugten Stroms für eine Luft-Wärmepumpe sowie die Begrünung der restlichen Dachflächen umfasst. Diese Dachbegrünung ist ein Novum bei den Rettungswachen im Landkreis.
Die neue Rettungswache bietet den Mitarbeitenden des DRK Döbeln-Hainichen moderne Arbeitsbedingungen. Im Obergeschoss befinden sich Umkleideräume, Sanitärbereiche sowie das Büro der Wachleitung. Im Erdgeschoss liegen die Fahrzeughalle, die Waschgarage sowie ein direkt angeschlossener Hygiene- und Desinfektionsbereich mit Material-, Sauerstoff- und Logistiklagern. Ergänzt wird dies durch einen Aufenthaltsraum mit Küche und Terrasse sowie zwei Ruheräume.
Künftig werden in Roßwein bis zu 20 Mitarbeitende und zwei Rettungswagen stationiert sein, während am bisherigen Standort in Naußlitz 15 Mitarbeitende und ein Fahrzeug untergebracht waren. Der neue Standort ermöglicht eine schnellere und flexiblere Anfahrt, insbesondere zur A14 und in die umliegenden Gemeinden. Im vergangenen Jahr rückten die Rettungskräfte 1.850-mal vom Standort Naußlitz aus. Vom Notruf bis zum Eintreffen am Einsatzort sollen maximal zwölf Minuten vergehen – davon zwei Minuten für die Alarmierung und zehn Minuten für die Anfahrt.
Im gesamten Rettungsdienstbereich Mittelsachsen wird bis zum Jahresende mit rund 82.500 Einsätzen gerechnet – ein Wert auf Vorjahresniveau. Monatlich fallen durchschnittlich etwa 2.250 Krankentransporte, 3.500 Rettungseinsätze und 1.000 Notarztalarmierungen an.
Die Modernisierung der rettungsdienstlichen Infrastruktur bleibt für den Landkreis eine zentrale Aufgabe. Aktuell betreibt er 17 Rettungswachen sowie saisonale Berg- und Wasserrettungswachen. Die neue Rettungswache am Krankenhaus Mittweida soll Mitte 2026 in Betrieb gehen. Weiterhin besteht dringender Handlungsbedarf in den Rettungswachen Burgstädt, Döbeln, Leisnig und Eppendorf. Diese Wachen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen an eine moderne Arbeitsstätte. Zudem passen die neuen Rettungswagen aufgrund deren Größe zum Teil nicht mehr in die vorhandenen Garagen. Diese Projekte werden sich über mehrere Jahre erstrecken.