Unangekündigte Alarmierungsübung der Katastrophenschutzeinheiten

26.06.2018

Der Gefahrgut- und der Erkundungszug wurden am Dienstag, 26. Juni, von der Leitstelle Freiberg alarmiert. Ziel war die Überprüfung der Tageseinsatzbereitschaft. Das Ergebnis überraschte.

Mit Blaulicht und Martinshorn fuhren die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Katastrophenschutzzuges des Landkreises Mittelsachsen am Dienstagvormittag durch den südlichen Teil des Landkreises. Um 8.45 Uhr wurden der Gefahrgut- und der Erkundungszug von der Leitstelle Freiberg alarmiert. Diesen stellen speziell ausgebildete Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Freiberg, Flöha, Niederwiesa und Milkau. „Wir haben erstmals die Tageseinsatzbereitschaft getestet“, erklärte Jana Lützner, die zuständige Referatsleiterin im Landratsamt, im Nachgang. Sie zieht ein positives Fazit: „Der Gefahrgut- und Erkundungszug konnte zu 100 Prozent besetzt werden.“ Jana Lützner ergänzte: „Unser Dank gilt vor allem den Kameraden, für ihr ehrenamtliches Engagement. Aber auch den Arbeitgebern, die die Einsatzkräfte freistellen. Denn das Ehrenamt ist ein wesentlicher Bestandteil des Bevölkerungsschutzes.“ Viele der anwesenden 23 Kameraden seien nämlich auf Arbeit gewesen, als der Alarm ging. „Sie wussten nicht, dass es sich um eine Übung handelt.“ Treffpunkt für die sechs Fahrzeuge war zunächst das Feuerwehrgerätehaus in Flöha. „Von da aus haben wir eine Erkundungsfahrt über eine vorgegebene Strecke absolviert. Ziel war das Landratsamt in Freiberg“, sagte Kay Marek, Zugführer des Erkundungszuges Mittelsachsen, der Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Freiberg ist. Er bilanzierte: „Die Leute sind schön rechts rangefahren – auch auf den teils schmalen Ortsverbindungsstraßen. Wir sind zügig durchgekommen und es ist auch niemand zwischen die Fahrzeuge im sogenannten Marschverband gefahren.“ Die Kameraden waren mit drei Messwagen und drei Gefahrgut-Lkw mit Sonder- und Wegerecht, spricht Blaulicht und Martinshorn, unterwegs. 
Im Landkreis Mittelsachsen existieren zwei Gefahrgutzüge und ein ABC-Erkundungszug. Die Fahrzeuge stehen sowohl für den örtliche als auch überörtliche Einsätze im Katastrophenschutz zur Verfügung. „Letzter realer Einsatz war Anfang Juni in Siebenlehn, als ein Ölteppich auf der Freiberger Mulde festgestellt wurde“, sagte Kay Marek. Die Fahrzeuge sind sowohl vom Bund, Freistaat Sachsen und dem Landkreis Mittelsachsen zur Verfügung gestellt.
 

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