Unfallkommission kam an der Staatsstraße 247 bei Langenleuba-Oberhain zusammen

29.03.2019

Am Donnerstagnachmittag, 28. März, hat sich die Unfallkommission des Landkreises den Kreuzungs- und Bushaltestellenbereich an der ehemaligen Bundesstraße (B) 175 angesehen, an dem am 19. März eine Elfjährige bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt wurde.

Dieser Kommission gehören Vertreter der Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes Mittelsachsen, der Polizei sowie des Straßenbaulastträgers, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV), an. Vor Ort waren zudem Vertreter der Regiobus Mittelsachsen GmbH sowie der Stadt Penig und des Landratsamtes Mittelsachsen. Das Gremium bekräftigte, dass für diesen Abschnitt der B 175, der zur Staatsstraße 247 umgestuft worden ist, keine Unfallhäufungsstelle vorliegt. Im Bereich der Bushaltestelle ,Langenleuba-Oberhain Kreuzung‘ ist der tragische Unfall der erste polizeibekannte mit Beteiligung eines Fußgängers seit mindestens fünf Jahren. Die Polizei erfasst alle aufgenommen Verkehrsunfälle und wertet diese aus. Wird dabei eine Unfallhäufungsstelle entsprechend der Definition festgestellt, informiert die Polizei die örtliche Unfallkommission.

Weiterhin wurde die Beschilderung nochmals überprüft. „Die aktuelle Beschilderung des Haltestellenbereichs mit Tempo 70 und der Schilderkombination ,Achtung Kinder‘ mit dem Zusatzzeichen ,Schulbus mit zeitlicher Begrenzung‘ entspricht dem Maximum des rechtlich Möglichen“, so die einhellige Meinung des Gremiums. Die jetzige Beschilderung fordert, dass bei haltendem Schulbus und wartenden Kindern Kraftfahrer in beiden Fahrtrichtungen ihre Geschwindigkeit so anzupasssen haben, dass sie jederzeit anhaltebereit sind, inklusive der Reaktionszeit.

Die Unfallkommission hat sich auch die Austrittssituation für die Fahrgäste aus dem Bus angesehen. Diese wurde als unbefriedigend bewertet, rechtlich betrachtet sei sie jedoch zulässig. Als kurzfristige Maßnahme wurde gemeinsam mit dem LASuV festgelegt, provisorisch baulich eine asphaltierte Austritts- beziehungsweise Aufstellfläche zu schaffen.

Als Sofortmaßnahme wurde zudem festgelegt, dass der Fahrplan für die Schülersonderlinie 623 für die Nachmittagsfahrt angepasst wird: Sie startet ab Montag künftig zirka acht Minuten früher am Gymnasium beziehungsweise der Oberschule in Penig. Der Umstieg von der Linie 623 in die Linie 607 erfolgt dann nicht mehr an der Bushaltestelle ,Langenleuba-Oberhain Kreuzung‘ sondern künftig am Busbahnhof in Narsdorf. Auch wenn sich dadurch die Fahrtzeit verlängert, sind sich die Mitglieder der Unfallkommission einig, dass der Umstieg für die Kinder in Narsdorf sicherer ist. Das Vorgehen wurde umgehend mit Vertretern der beiden Bildungseinrichtungen abgestimmt.

In die Betrachtung für eine langfristige Lösung zur Entschärfung der Gefahrensituation werden in der Nähe der Bushaltestelle ,Langenleuba-Oberhain Kreuzung‘ liegende Grundstücke einbezogen. Das weitere Vorgehen erfolgt in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. Über entsprechende Ergebnisse werden die Verfahrensbeteiligten offensiv informieren.