Unterkünfte für Asylsuchende

06.08.2015

Im Jahr 2015 werden insgesamt 1 800 Flüchtlinge und Asylsuchende im Landkreis erwartet. Der Kreis sucht weiterhin zusätzliche Unterkünfte. So sollen neue Einrichtungen unter anderem in Döbeln und Frauenstein entstehen.

Döbeln

In Döbeln entsteht eine Notunterkunft für rund 50 Personen im ehemaligen Teil des Beruflichen Schulzentrums in der Bahnhofstraße. Die umliegenden Anwohner und Unternehmen werden durch eine Bürgerinformation über den bevorstehenden Einzug informiert, der wahrscheinlich in der 34. Kalenderwoche erfolgen wird. Mit der neuen Unterkunft leben in Döbeln dann rund 300 Asylsuchende und Flüchtlinge. Die Betreiberin dieser Notunterkunft wird die GSQ - Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung mbH Freiberg sein, eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung ist abgesichert.

Frauenstein

Der Kreis möchte im Hotel Nassauer Hof in Frauenstein (Stadtteil Nassau) Asylsuchende unterbringen. Zum ersten Mal wird der Landkreis ein solches Objekt für die Unterbringung nutzen. Derzeit gehen die Verantwortlichen im Landratsamt von einer mittelfristigen Nutzung aus, da der Zustrom an Asylbewerbern weiter anhält. Das Landratsamt ist mit der Campanet GmbH im Gespräch, das Objekt ab 1. September zu nutzen. Die Campanet GmbH betreibt bereits mehrere Einrichtungen im Landkreis und kann vor Ort eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung absichern.

Im Nassauer Hof stehen für die Asylsuchenden 88 Plätze zur Verfügung, die schrittweise belegt werden sollen. Eine Bürgerinformation wird noch in dieser Woche verteilt. Woher die neuen Bewohner stammen, kann das Landratsamt noch nicht sagen. Die Zuweisung erfolgt kurzfristig.

Freiberg

Der Kreis wird in der Wohnunterkunft für Auszubildende in Freiberg im Zeitraum vom 6. bis 20. August 2015 mehrere Personen unterbringen. Diese Entscheidung wurde in Abstimmung mit dem Eigentümer kurzzeitig getroffen, nachdem dieser Tage offensichtlich wurde, dass für 9 zuzuweisende Personen vorübergehend kein Platz zur Verfügung steht.

Mit Beginn der Schulzeit sind die Plätze wieder frei, der Internatsbetrieb wird dadurch nicht beeinflusst. Die Betreuung der Asylbewerber übernimmt die GSQ Freiberg mbH.

Lunzenau

Ab 1. September sollten in der Schillerstraße in Lunzenau Asylbewerber und Flüchtlinge untergebracht werden – bis zu 50 Personen. Nach mehreren Vorfällen ermittelt das Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei (OAZ). Es wird eine Schadensaufnahme erfolgen und die daraus resultierenden Schritte beraten. Nach jetzigem Stand hält der Landkreis an der Einrichtung für die Nutzung als Unterkunft fest. Ob sich der geplante Bezugstermin ändert, hängt vom Schadensausmaß ab.

Allgemein

Derzeit gibt es bereits Unterkünfte in Brand-Erbisdorf, Döbeln, Flöha, Frankenberg, Freiberg, Rochlitz, Roßwein, Striegistal und Waldheim. Die bestehenden Einrichtungen haben keine Kapazität mehr. Wie unlängst durch die Landesdirektion mitgeteilt wurde, muss der Landkreis Mittelsachsen im September 49 Personen mehr aufnehmen als ursprünglich vorgesehen. Der Landkreis rechnet mit insgesamt 1.800 Zuweisungen im Jahr 2015. Momentan leben 1.750 Asylbewerber und Flüchtlinge in Mittelsachsen.