Unternehmen in Mittelsachsen stark verwurzelt

20.11.2017

Im September gab die Wirtschaftsförderung des Landkreises Mittelsachsen eine Unternehmensbefragung in Auftrag. Ziel war es, aktuelle Themen, die die mittelsächsischen Unternehmen bewegen, sowie Handlungsbedarfe zu definieren. Von besonderem Interesse ist der Blick der Unternehmen auf den Standort Mittelsachsen. Hieraus wiederum gilt es, eine Strategie für die Wirtschaftsförderung zu entwickeln.

„Die Rücklaufquote liegt bei 23 Prozent. Das heißt mehr als 100 Unternehmen haben sich beteiligt“, zeigt sich der 1. Beigeordnete des Landkreises Mittelsachsen, Dr. Lothar Beier zufrieden. „Diese gute Daten-Basis lässt signifikante Rückschlüsse auf die Bedürfnisse der Unternehmen in Mittelsachsen zu und stärkt unsere Wirtschaftsförderung bei der Ausrichtung zukünftiger Marketing-Strategien“, erklärt der 1. Beigeordnete.

71 Prozent der befragten Unternehmen fühlen sich im Landkreis stark bis sehr stark verwurzelt. Nahezu die gleiche Anzahl an Unternehmen wünscht sich eine noch engere Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung. Bei der Frage, was für die Unternehmen in punkto Zusammenarbeit am wichtigsten ist, rutscht das Thema „Fördermittel-Beratung“ auf Platz zwei. Bedeutender sind für die Unternehmen die „Unterstützung in punkto Fachkräftesicherung“ und an dritter Stelle das „Standortmarketing“.

Immerhin nehmen bereits 18 Prozent der befragten Unternehmen, Mittelsachsen als Region der Nachhaltigkeit wahr. Zukünftig wird die Frage sein, wie sich die der Landkreis noch stärker als „Region der Nachhaltigkeit“ positionieren kann. Eine Wettbewerbsanalyse ergab, dass sechs Landkreise Deutschlandweit auch auf das Thema „Nachhaltigkeit“ setzen. Allerdings „bespielt“ keine der betrachteten Regionen die Nachhaltigkeit in der Intensität wie es Mittelsachsen tut und erhebt es auch nicht als „Alleinstellungsmerkmal“. Beste Voraussetzungen also für die Wirtschaftsförderung Mittelsachsens den Vorsprung im Wettbewerb der Regionen weiter auszubauen.

Während sich das Standortmarketing in den vergangenen Jahren auf Pressearbeit und Printprodukte konzentrierte, werden soziale Medien auch im Standortmarketing nach innen und außen an Bedeutung gewinnen.

Das Marketingkonzept, welches Handlungsempfehlungen unter anderem aus der Unternehmensbefragung ableitet, soll Ende des Jahres vorliegen.