Verkehrsschau in Kriebstein: Ampel kommt nach Grünlichtenberg

27.12.2018

Gemeinsam mit Vertretern der Verkehrsbehörde, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, dem Referat Straßenbetriebsdienst, der Polizei und der Gemeinde gab es am vergangenen Freitag in Grünlichtenberg eine Verkehrsschau. In deren Ergebnis ordnet die Verkehrsbehörde eine Fußgängerampel im Bereich der Schule an. Mit vor Ort waren Kriebsteins Bürgermeisterin Maria Euchler und Landrat Matthias Damm, der den Termin initiierte.

Hintergrund ist eine Einbahnstraßenregelung an der Staatsstraße 32 zwischen Rossau und Ehrenberg, die zu höherem Verkehrsaufkommen in Grünlichtenberg führt. „Dass wir zu einem solchen Schritt in Folge des schlechten Straßenzustandes greifen mussten, ist einmalig“, so Landrat Matthias Damm.

Seit Jahren wurden jährlich viele Tonnen Material in die immer wieder herunter gefahrenen Randbereiche eingebaut. Auf Grund der zu schmalen Straße wurden diese Bereiche immer wieder von LKW überfahren und nachverdichtet. Damit hat sich über die Zeit ein hochverdichteter Randstreifen, der damit aber zu tief ist, ausgebildet. „Jegliche Aufbringung neuer mineralischer Baustoffe würden eine sofortige Verschiebung der nicht mehr verzahnten Schichten in den Rand und die Gräben bewirken“, erklärt Dirk Schlimper, Referatsleiter des Straßenbetriebsdienstes. Es liegt somit eine Verkehrsgefährdung vor und kann mit den regulären Mitteln der Straßenunterhaltung nicht behoben werden. Somit wurde die Einbahnstraßenregelung in dessen Folge getroffen und an der Schule in Grünlichtenberg auf beiden Seiten eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h Ende Oktober angeordnet, bisher galten die 30km/h nur aus Richtung Reichenbach.

Gegen die Entscheidung der Verkehrsbehörde zur neuen Verkehrsregelung ging die Gemeinde in Widerspruch und beantragte Anfang Dezember die Errichtung „eines Fußgängerübergangs/Fußgängerüberwegs“. Außerdem wurden entsprechende Unterschriften gesammelt. „Wir versuchen hier einen Kompromiss zu finden, um diese Situation zu entschärfen und die Verkehrssicherheit für die Kinder zu erhöhen“, erklärt Matthias Damm. Gleichzeitig appelliert er an den zuständigen Baulastträger, so schnell wie möglich die Straße von Grund auf auszubauen. „Natürlich braucht eine solche Maßnahme einen gewissen Vorlauf, um alle planerischen und rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, dennoch kann die jetzige Regelung nur für eine begrenzte Zeit gelten“, verdeutlicht es Damm. Ziel ist es, dass die Ampel in Grünlichtenberg Ende Januar/Anfang Februar spätestens steht. „Wir müssen hier Vergaberechtsgrundsätze beachten und in die Ausschreibung gehen sowie die notwendigen Vorarbeiten, u.a. die Klärung des Stromanschlusses, leisten“, erklärt Dirk Schlimper.

Kriebsteins Bürgermeisterin Maria Euchler betonte abschließend: „Die heute gefundene Lösung ist ein erster Schritt. Es ist ein Zeichen, denn schließlich geht es um die Sicherheit der Kinder. Aber dennoch löst es das Grundproblem nicht und gemeinsam mit dem Landrat werde ich mich für den schnellen Ausbau beim Landesamt einsetzen.“