Verordnung geändert

29.01.2015

Wichtige Hinweise des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes für alle Enten- und Gänsehalter:

Die seit 22. Dezember 2015 geltende Geflügelverbringungsbeschränkungsverordnung (GeflVerbBeschränkV) ist durch den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am 18. Januar 2015 geändert worden, womit sich einige Lockerungen in den mit der Verordnung vorgeschriebenen Verbringungsregelungen für Enten und Gänse ergeben. Entsprechend der Verordnung dürfen seit dem 28. Dezember 2014 Enten oder Gänse aus einem Bestand nur verbracht werden, soweit diese innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen vor dem Verbringen auf hochpathogenes aviäres Influenza-A-Virus der Subtypen H5 und H7 mit negativem Ergebnis untersucht worden sind. Es sind von den zu verbringenden Enten und Gänsen jeweils 60 Tiere zu untersuchen. Sollen weniger als 60 Enten oder Gänse verbracht werden, sind alle zu verbringenden Tiere zu untersuchen. Die virologische Untersuchung ist an Hand von Proben durchzuführen, die bei den Tieren durch einen Tierarzt mittels eines kombinierten Rachen- und Kloakentupfers entnommen wurden. Nur mit dem Nachweis eines negativen Testergebnisses dürfen die Tiere aus dem Bestand verbracht werden. Auch für die Teilnahme an Ausstellungen oder Verkaufsmärkten beziehungsweise das Verbringen zur Schlachtung sind die Untersuchungen erforderlich. Die Probenmaterialien können im Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) des Landratsamtes Mittelsachsen unter Telefon 03731 799-6234 bestellt werden. Nach erfolgter Probennahme durch einen Tierarzt kann die Einsendung an die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen ebenfalls über die Standorte des LÜVA erfolgen.

Abweichend davon ist nach der jetzigen Änderung der Verordnung eine Untersuchung nicht erforderlich, soweit der Tierhalter die Enten und Gänse nach Maßgabe zusammen mit Hühnern oder Puten hält. Die Hühner oder Puten müssen dazu dienen, die Einschleppung oder Verschleppung der Geflügelpest in den Bestand frühzeitig zu erkennen. Der Tierhalter hat sich diese sogenannte Sentinelhaltung vor dem Verbringen von Enten oder Gänsen durch sein zuständiges Veterinäramt bescheinigen zu lassen. Außerdem ist durch ihn jedes verendete Stück Geflügel in einer Untersuchungseinrichtung unverzüglich auf hochpathogenes aviäres Influenzavirus virologisch untersuchen zu lassen.

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Foto: Andrea Funke/Archiv