Virus: Geflügelaustellungen und Vogelschauen untersagt

15.11.2016

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) Mittelsachsen untersagt bis auf weiteres die Durchführung von Geflügel- beziehungsweise Vogelschauen. Dies gilt als Vorsorge zum Schutz der Tiere und wird sobald es möglich ist, schnellstens wieder aufgehoben.

Derzeit werden die Veranstalter über die Entscheidung informiert. Die Entscheidung ist die Folge des Erlasses, der gestern durch die Landesdirektion veröffentlicht wurde. Dieser umfasst neben Geflügel auch alle in Gefangenschaft gehaltenen Vögel anderer Arten. Gehalten werden müssen diese in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung besteht. Der Virus ist bei Wildvögelpopulationen vorhanden. Es ist wahrscheinlich, dass besonders infizierte, aber nicht erkrankte Wildvögel den Erreger weiterverbreiten. Deshalb ist es wichtig, die Tiere entsprechend mit festen Bauten oder Vorrichtungen zu schützen. Es handelt sich dem Influenzavirus um H5N8 außerdem um einen sehr ansteckenden Typ, deshalb hat das LÜVA diese konsequente Entscheidung getroffen vorübergehend keine Ausstellungen mehr zu erlauben. Nicht davon betroffen sind  beispielsweise Kaninchenschauen.

Seitens der Landesuntersuchungsanstalt liegen in Mittelsachsen noch keine Informationen zu den eingesandten Tieren vor, wenn sich darauf etwas ergibt, wird dies entsprechend kommuniziert.  Es ist bisher kein gehäuftes Wildvogelsterben auf dem Gebiet des Landkreises gemeldet wurden. Die Einsendung der verendeten Vögel erfolgt durch das LÜVA an die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA). Die Tiere sind im LÜVA am Standort Mittweida, Haus E zu den Öffnungszeiten abzugeben oder zu melden (Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr, Dienstag und Donnerstag zusätzlich 13:00 - 18:00 Uhr). Telefonische Anmeldung unter 03731 799-6234 und außerhalb der Dienstzeiten über die Rettungsleitstelle 03731 23107 oder 23556.