Vorbereitungen zum Welterbe-Titel laufen - Verein wird gegründet

13.06.2014

Der Welterbe-Konvent hat am 3. Juni in seiner 11. Sitzung in Aue die Fortführung der Projektzusammenarbeit bis Ende 2015 beschlossen. Ab 2016 soll dann der zu gründende Verein „Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V.“ die Trägerschaft übernehmen.

Die Projektsteuerung (WFE GmbH) berichtete in der Sitzung, dass sich die Gründung des Welterbe-Vereins auf einem guten Weg befindet. In über 20 Städten und Gemeinden sowie im Erzgebirgskreis sind in den vergangenen Wochen bereits entsprechende Beschlüsse gefasst worden. Die beiden Landkreise Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge werden sich in den neu konstituierten Kreistagen mit dem Thema befassen.

Die Gründung des Welterbe-Vereins ist für das kommende Jahr vorgesehen, sodass er zum 1. Januar 2016 seine Geschäftstätigkeit aufnehmen kann. Bis dahin wird die Zusammenarbeit der drei Landkreise sowie 35 Städte und Gemeinden auf Grundlage des bereits bestehenden öffentlich-rechtlichen Vertrages fortgesetzt. Dass sich die ursprünglich für 2014 vorgesehene Vereinsgründung auf das kommende Jahr verschiebt, hängt unmittelbar mit der Entscheidung der UNESCO zusammen, den Welterbeantrag „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohorí“ erst im kommenden Jahr in das Prüfverfahren aufzunehmen und 2016 im Welterbe-Komitee darüber zu befinden.
Wie der Konventssprecher und Landrat Volker Uhlig berichtete, liegt ein entsprechendes Schreiben aus Paris vor: „Der Welterbe-Antrag wurde fristgerecht und vollständig bei der UNESCO eingereicht.“ Die Regularien sehen aber vor, dass maximal zwei Anträge pro Vertragsstaat zur Entscheidung stehen. Der hiesige Antrag wurde als dritter deutscher Antrag eingereicht und es wurde sich auf mehreren Ebenen dafür eingesetzt, eine Sonderlösung zu finden. „Letztendlich werden wir aber die Entscheidung akzeptieren und die vorhandene Zeit nutzen, um uns bestmöglich auf die Ernennung zum Welterbe im Jahr 2016 vorzubereiten“, so Uhlig. Neben der Vereinsgründung stehen unter anderem noch Marketingmaßnahmen sowie die weitere Information der Bevölkerung zum Thema „Welterbe“ auf der Agenda, dazu gehört die Entwicklung einer neuen „Welterbe-Homepage“.

Mit dem jetzt vorgestellten Tourismusmarketingkonzept zum Welterbe-Projekt möchte der Tourismusverband Erzgebirge e. V. in Kooperation mit allen touristischen Partnern der Region die Destination Erzgebirge auf den UNESCO-Titel vorbereiten. Unter anderem sollen buchbare Welterbe-Angebote, verschiedene Welterbe-Touren und besondere Welterbe-Veranstaltungen mit Bezug zu den nominierten Sachzeugen der 800-jährigen Bergbaugeschichte geschaffen werden.

Holger Reuter aus Freiberg, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge Veronika Hiebl und Landrat Volker Uhlig (v. l. n. r.) informierten am 1. Juni am Abrahamschacht in Freiberg über den Stand der Bewerbung. Foto: Josch Wieland