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24.02.2026
Die Ausstellung erzählt in vier Kapiteln die Geschichte einer sozialen Bewegung in einer Diktatur. Sie präsentiert so erstmals in dieser Form eine umfassende Darstellung der nichtstaatlichen DDR-Frauenbewegung aus der Sicht ihrer Akteurinnen. Erstellt wurde die Ausstellung von der Agentur für Bildung, Geschichte und Politik.
Seit 1980 kamen in der DDR Frauen in informellen Kreisen zusammen. Sie wandten sich offen gegen die Aufrüstungspolitik der DDR, andere beklagten die Diskriminierungserfahrungen von Lesben. Von Beginn an kritisierten viele dieser Gruppen die Situation von Frauen in der DDR und zogen die staatliche Doktrin von der verwirklichten Gleichberechtigung der Frauen in Zweifel. Am Ende der DDR entfaltete sich eine landesweit agierende Bewegung. Im demokratischen Aufbruch der Jahre 1989 und 1990 saßen ihre Akteurinnen und Akteure an den Runden Tischen und forderten ein geschlechtergerechtere Gesellschaft ein. „Es ist wichtig, diesen Teil der DDR Geschichte in das Bewusstsein der heutigen Generation zu rücken“, sind sich die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Freiberg und des Landkreises Mittelsachsen, Katrin Pilz und Annett Schrenk, sicher. Ihrer Initiative ist es zu danken, dass die Ausstellung bis zum 22. März im Kinopolis Freiberg besucht werden kann.
Ausstellungshöhepunkt ist eine Führung durch die Ausstellung am 8. März. Anlässlich des Internationalen Frauentages wird eine der Kuratorinnen der Ausstellung Rebecca Hernandez Garcia durch die Ausstellung führen und das Thema noch einmal vertiefend und aus der Sicht der Historikerin präsentieren. Beginn der Führung ist 16:30 Uhr. Im Anschluss an der Führung wird 18:00 Uhr der Film „Stolz und Eigensinn“ im Rahmen der Tacheles-Reihe gezeigt. Der Dokumentarfilm des Regisseurs Gerd Kroske aus dem Jahr 2025 zeigt Frauen in DDR-Großbetrieben, die ihre Souveränität hart erkämpften und ihren Stolz bis heute bewahren. Er kombiniert Archivmaterial des Leipziger Kanal X aus den frühen 1990er-Jahren mit aktuellen Interviews und Aufnahmen aus dem Jahr 2024. Die Ausstellungsführung ist kostenlos, für die Filmvorführung steht ein begrenztes freies Kartenkontingent beim Einlass zur Verfügung.
Hinweis für Schulen:
Workshops können durchgeführt werden. Ausstellungsbegleitend wird auf der Internetseite der Ausstellung Bildmaterial zum Download angeboten. Die Internetseite ist unter folgendem Link aufrufbar: https://agentur-bildung.de/wanderausstellung-frauenbewegung-in-der-ddr/. Der Leitfaden richtet sich an Lehrkräfte, die einen 2,5-stündigen Workshop mit Schülerinnen und Schüler der 9. bis 13. Klasse oder Berufsschulklassen zum Thema der Ausstellung durchführen möchten. Das Material enthält eine historische Einführung in das Thema, einen Ablaufplan für den Workshop und Arbeitsblätter für Kleingruppen. Ziel ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler vertiefend mit dem Thema der Ausstellung auseinandersetzen, Bezüge zu ihrer Lebenswelt finden und eine eigene Führung durch die Ausstellung entwickeln.